Gartenwochen

Die Natur im Zaum halten

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Wasser marsch: Gerade die jungen Pflanzen im Beet müssen regelmäßig gegossen werden.

Der Wonnemonat Mai bringt dem Hobbygärtner richtig viel Arbeit: Er muss die ersten Schädlinge bekämpfen, viel gießen und sich bereits um die ersten sterbenden Pflanzen kümmern.

Denn für die Frühblüher ist die Saison schon wieder fast gelaufen. Erste Amtshandlung ambitionierter Hobbygärtner ist es, die Natur im Zaum zu halten: Die Triebe der Kletterpflanzen wie Klematis, Rosen und Flieder müssen an den gewünschten Ort gebunden oder gelegt werden. Viele Stauden treiben so üppig, dass sie eine Stütze brauchen. Sonst brechen die Pflanzen bei Gewitterstürmen auseinander.

Regelmäßig gießen

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Gartenwochen 1-5

Eine weitere Hauptaufgabe ist das Gießen. Besonders die Kinderstube im Beet braucht regelmäßig Wasser. Denn junge Gehölze haben noch keine tiefen Wurzeln wie eingewachsene Bäume, die sich aus tiefen Schichten versorgen können. Außerdem kann es im Mai bereits die ersten heißen Tage geben.

Auch die Blattläuse machen sich nun breit, etwa auf den Rosen. Hobbygärtner sollten diese einfach von den Knospen wischen, den Rest fressen Vögel und andere Insekten. Wird der Befall doch stärker, kann mit umweltfreundlichen Produkten gespritzt werden.

Die Eisheiligen im Blick

Wer im April angefangen hat, die Kübelpflanzen langsam an draußen zu gewöhnen, sollte im Mai damit weitermachen: Frostempfindliche Kübelpflanzen wie Olive, Engelstrompete und Oleander kommen tageweise aus dem Winterlager und werden an die Sonne und die Temperaturen gewöhnt. Sie sollten allerdings erst im Schatten stehen, sonst verbrennen die Blätter. Kommt noch einmal Frost auf, müssen die Kübelpflanzen geschützt oder wieder hereingeholt werden. Frostgefahr herrscht in Deutschland in der Regel bis zu den Namenstagen der sogenannten Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai.

Schneiden und teilen

Nach und nach verblühen nun auch immer mehr Frühblüher. Hobbygärtner können etwa Forsythien und die Fuchsien-Johannisbeere in der Folge schneiden. Das Lungenkraut sollte sogar ganz heruntergeschnitten werden.

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Sind Gruppen von Narzissen, die schon länger an einem Standort stehen, nicht mehr so gut gewachsen, teilen Gärtner sie am besten. Die Pflanzen kommen direkt wieder in die Erde, damit sie Nährstoffe einlagern können vor dem Winter. Auch frühblühende Zwiebelblüher müssen nun spätestens noch etwas gedüngt werden.

Das Ende der ersten Frühlingspflanzen hinterlässt unschöne Lücken im Beet. Gefüllt werden können diese zum Beispiel mit Cosmeen und Ziertabak – einziger Nachteil: Auch Schnecken lieben die Pflanze und sollten deshalb regelmäßig abgesammelt werden. (tmn/ebi)

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