Ein starker Handel sorgt für Beschäftigung und Vielfalt

Prägender Wirtschaftsfaktor

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Die wichtigste Kraft der Binnenwirtschaft: Der Handel vor Ort schafft Arbeitsplätze, unterstützt die lokalen Wirtschaftsstrukturen und erhöht die Attraktivität der Städte und Gemeinden.

Handel und Städte sind seit jeher eine erfolgreiche Verbindung. Der Handel war und ist Garant für eine bürgerliche Gesellschaft. Bis heute macht der Handel sowohl die Metropolen als auch die Klein- und Mittelstädte erst wirklich lebenswert, er macht den öffentlichen Raum lebendig.

Viele Touristen und Kunden aus der Region suchen gezielt das Einkaufserlebnis in den Innenstädten.

Im aktuellem Branchenreport „Wirtschaftsfaktor Einzelhandel“ hat der HDE darüber hinaus festgestellt, dass der Einzelhandel die wichtigste Kraft der Binnenwirtschaft ist. Ein starker Handel sorgt für Beschäftigung, unterstützt die lokalen Wirtschaftsstrukturen und erhöht die Attraktivität der Städte und Gemeinden. Gerade im überwiegend ländlich strukturierten Nordhessen ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Laut Report erwirtschaftet der deutsche Einzelhandel mit seinen drei Millionen Beschäftigten einen Jahresumsatz in Höhe von 470 Milliarden Euro. Allein die rund 60 000 Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels setzen jährlich etwa 200 Milliarden Euro um und beschäftigen rund 1,2 Millionen Personen.

Tagtäglich kaufen 50 Millionen Verbraucher im deutschen Einzelhandel ein – im Supermarkt und beim Gemüsehändler, im Kaufhaus und im Internet, im Fachhandel und im Shopping-Center. Der europäische Handelssektor erzielt mit 3,8 Millionen Einzelhandelsunternehmen einen Jahresumsatz von 2700 Milliarden Euro. 500 Millionen Verbraucher in der EU nehmen die Leistungen des Handels in Anspruch.

Vielfältiges Sortiment

Dank der Leistungsfähigkeit des Handels kann der Verbraucher auf ein beeindruckendes Sortiment zugreifen. Allein am deutschen Markt sind derzeit rund eine Million Artikel gelistet, so der HDE. Interessant: Jedes Jahr kommen 120 000 neue Artikel auf den Markt. Jedoch nur fünf bis zehn Prozent der Produkteinführungen können sich laut Handelsverband etablieren.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels geht aber über die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie die Wertschöpfung des Einzelhandels im engeren Sinne deutlich hinaus, so die Autoren des Handelsreports. Über die Einbindung in vor- und nachgelagerte Wirtschaftsstufen summiert sich die Wertschöpfungsleistung des Einzelhandels auf 180 Milliarden Euro, so ein Ergebnis der Untersuchung.

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Im Grußwort zum großen Branchenreport Einzelhandel bringt es der Präsident des Handelsverbands Josef Sanktjohanser auf den Punkt: „Seit jeher gehört der Handel zu den Wirtschaftssektoren, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung entscheidend vorantreiben. Vom Altertum über das Mittelalter bis hin zum Beginn der Neuzeit haben Händler die Zentren der Städte belebt und geprägt.“ (zmh)