Der Platz am Ofen ist begehrt

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Anschmiegsam: Wer möchte sich hier nicht an den warmen Ofen schmiegen und die Wärme genießen, die von ihm ausgeht.

Der goldene Herbst der letzten Tage brachte fast sommerliche Temperaturen zurück. Manch einer genoss die schönen Sonnenstunden und erfreute sich an dem tollen Wetter.

Doch nun wird es wahrlich herbstlich und statt einem prasselnden Feuer in der Grillschale ist ein wärmendes Feuer im Ofen gefragt.

„Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.“  Friedrich von Schiller (1759 – 1805), dt. Dichter

Wer sich für einen Ofen oder Kamin entscheidet, sollte einen Fachmann mit der Umsetzung des Vorhabens beauftragen, denn nur dieser kann ausführlich beraten, planen und auch erläutern, welche Feuerstelle für den individuellen Haushalt am besten geeignet ist.

Große Erfahrung

Seit 1986 ist Roland Brauner als selbstständiger Ofenbauer in Hofgeismar tätig. Seine Kunden befinden sich in der ganzen Region und wissen zum Teil seit über 20 Jahren seine Erfahrung und seinen Service zu schätzen.

„In einem Vorgespräch setze ich mich zunächst mit den Kunden zusammen und erfahre ihre Wünsche“, erklärt Roland Brauner, „soll es ein Kamin, Kachelofen oder Heizkamin sein? Soll das Brauchwasser damit erwärmt werden und / oder soll es eine heizungsunterstützende Anlage werden?“ Nachdem der Ofenbauermeister auch die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein genommen hat, geht es an die Planung. Hier erörtert er mit den Kunden, was tatsächlich räumlich zu machen ist, was möglich und vor allem auch was sinnvoll ist. Denn nicht jedes Haus und jeder Schornstein sind gleich und für den gleichen Brennstoff geeignet. „Ein Ofen muss nach dem Haus und seinen Bewohnern gebaut werden – nicht umgekehrt!“

Sorgfältige Einweisung

Ist der Bau des Ofens oder Kamins vollendet, führt Roland Brauner gemeinsam mit seinen Kunden eine Feuerprobe durch. Sorgfältig erläutert er beim ersten Einheizen und Einbrennen des Ofens den richtigen Umgang mit dem geeigneten Brennstoff und betont dabei, wie wichtig es ist, die Feuerstelle nicht zu überladen: „Wenn der Ofen dauerhaft überlastet ist, nimmt er Schaden, zum Beispiel indem der Innenraum beschädigt wird.“

Darüber hinaus können die Wärmetauscherflächen nur eine bestimmte Menge an Wärme in den Raum abgegeben. Verbrennt man zu viel Heizstoff, heizt man nur die Umwelt, da die Wärme durch den Schornstein nach Draußen abgegeben wird.

Wenn Holzscheite nachgelegt werden, sollten diese nicht zu groß und möglichst trocken sein. Naturbelassenes Holz ist für einen Holzofen oder Kamin neben Holzbriketts der Brennstoff der Wahl. Wird frisch geschlagenes Holz draußen an der Luft getrocknet, so benötigt es übrigens circa zwei Jahre, bis es die zum Verbrennen ideale Restfeuchte von 15 Prozent erhalten hat. Wird es komplett mit Rinde in Scheiten gelagert, dauert es länger, als wenn das Holz gespalten wurde, da die Rinde die Feuchtigkeit länger hält und gespaltenes Holz eine größere Oberfläche aufweist.

Völlig ungeeignet ist ein Ofen oder Kamin als private Müllverbrennungsanlage. Neben dem Erlöschen der Garantie drohen Schäden am Gerät, dem Schornstein und selbstverständlich auch der Umwelt.

„Ein Ofen oder Kamin ist ein Langzeitgut“, unterstreicht Roland Brauner, „wenn man ihn nach Einweisung und Bedienungsanleitung betreibt, hat man sehr lange Freude daran. Außerdem sollte man ihn regelmäßig warten lassen. Damit spart man letztlich Kosten und hilft der Umwelt.“(zgi)