Der Weg zum Traumhaus

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Das Traumhaus: Gerade junge Familien müssen ihren Traum vom Eigenheim oft finanzieren.

Die Werbung klingt verlockend: Der Immobilienkäufer erhält sofort einen Kredit, muss aber erst einmal nur sehr niedrige Zinsen zahlen und in einen Bausparvertrag einzahlen.

Die Zinsen sind für viele Jahre festgeschrieben, die Raten für den parallel abgeschlossenen Bausparvertrag niedrig. Wir beantworten Fragen zu Bausparsofortfinanzierung.

Wie funktioniert eine Bausparsofortfinanzierung?
Es gibt drei Modelle. In der ersten Variante erhält der Kunde ein Darlehen von einer Bausparkasse, zahlt zunächst nur die Zinsen zurück und parallel in einen Bausparvertrag ein. Ist dieser zuteilungsreif, wird damit das Darlehen teilweise getilgt. Die Restsumme wird danach wie ein normales Bauspardarlehen getilgt. Bei Modell zwei nimmt man ein höheres Darlehen als benötigt auf. Braucht ein Bauherr 200 000 Euro, leiht er sich 300 000 Euro und zahlt das überschüssige Geld in den Bausparvertrag ein. Variante drei besteht aus einem Darlehen und mehreren Bausparverträgen zur Tilgung.

Was sind die Vorteile dieser Finanzierungsmodelle?

Mögliche Pluspunkte können niedrige, gleichbleibende Raten und über lange Zeit festgelegte Zinsen sein.

Und die Nachteile der Bausparsofortfinanzierung?

Wenn der Sparvertrag zuteilungsreif ist, ist damit nicht notwendigerweise das komplette Darlehen abbezahlt, sondern nur ein kleiner Teil. Es könne also noch viele Jahre dauern, bis der Kredit vollständig abgezahlt ist, sagt Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Gravierend in den ersten Jahren der Laufzeit ist laut Hentschel, dass Sondertilgungen meist nicht möglich sind. Auch wenn jemand den Vertrag vorzeitig beenden müsse, werde es sehr teuer. (tmn)

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