RP schafft Platz in Beberbeck

2200 winterfeste Plätze für Flüchtlinge - Kasseler Unterkünfte fast voll

Kassel. Für Flüchtlinge hat das Regierungspräsidium in Nordhessen mittlerweile rund 2200 Plätze in winterfesten Erstaufnahme-Unterkünften vorgesehen.

Diese sind bereits belegt worden oder sollen in den nächsten Tagen eingerichtet werden. Ob dies ausreichen werde, sei angesichts des möglichen Zustroms weiterer Menschen unklar, hieß es am Donnerstag aus dem RP.

Die Entwicklung der Flüchtlingszahl in der Region hänge umgekehrt auch davon ab, wie schnell Asylanträge bearbeitet und Menschen nach Ablehnung in ihre Heimatländer zurückgeschickt würden, erklärte Harald Merz, persönlicher Referent des Regierungspräsidenten.

Die Kasseler Erstaufnahme-Einrichtungen haben unterdessen ihre Kapazitätsgrenze nahezu erreicht: 220 Menschen aus dem Zeltlager Schwarzenborn werden seit Donnerstag in das alte Veterinäramt an der Druseltalstraße verlegt. Auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule leben 460 Menschen, in der ehemaligen Lüttichkaserne auf der Marbachshöhe 215. Hier könne man die Kapazität noch durch Container erweitern, so das RP. Damit gibt es in Kassel 900 Plätze in drei festen Erstaufnahme-Unterkünften.

Weitere Einrichtungen sind in Kürze geplant: In Hessisch Lichtenau habe man das Ziel, zwischen 500 und 1000 Plätze in Wohncontainern oder winterfesten Leichtbauhallen zu schaffen, so Merz. Erst aber soll das Votum der Stadtverordneten abgewartet werden.

Am Donnerstag bestätigte das RP zudem: In Gebäuden der Domäne Beberbeck bei Hofgeismar sollen 200 Flüchtlinge unterkommen, im Notfall bis zu 300, die ersten am Samstag. Damit will man die Zeltstadt Calden entlasten. Dort lebten seit Donnerstag nach 250 Neuankünften über Nacht laut RP 1750 Menschen, obwohl das Lager im Regelfall nur für 1500 ausgelegt ist. Zum Vergleich: Die Kerngemeinde Calden hat 3000 Einwohner.

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