Bisher elf Straftaten in den Asyl-Unterkünften in Münden

Kreis Göttingen. „Tendenziell kann festgestellt werden, dass es im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtung am Grenzdurchgangslager Friedland zu einem Anstieg von Straftaten, unter anderem einfacher Diebstahl und Körperverletzungsdelikte, gekommen ist."

Das sagt Polizeidirektionssprecher Jonas Tornow. Zahlen nennt er nicht. Konkrete Aussagen auf das Kriminalitätsgeschehen durch den Zustrom von Flüchtlingen könnten aber noch nicht getroffen werden.

Die Flüchtlingswelle stellt auch die Polizei vor große Herausforderungen.  

Konkreter wird Joachim Lüther, Pressesprecher der Polizeiinspektion Göttingen, für Hann.Münden. Bis zum Mittwoch habe es elf Straftaten im Bereich der Flüchtlings-Unterkünfte gegeben, etwa an der Kurhessenstraße oder in Hotels, in denen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht sind. Zwei der Taten, Körperverletzungen, wurden in der Polizeiakademie in Gimte registriert, die derzeit auch als Notunterkunft genutzt wird.

Lüther spricht von sechs Körperverletzungen - fünf davon gefährliche Körperverletzungen, Vorfälle, bei denen Gegenstände gegen andere eingesetzt wurden. Zwei Diebstähle seien aktenkundig geworden und drei Beleidigungen „auf sexueller Basis“. Lüther: „Wir nehmen diese Angelegenheiten ernst, ein Kriminalitätsschwerpunkt ist aber definitiv nicht erkennbar.“

Die Polizeidirektion Göttingen hat anders als die Polizei Braunschweig keine Sonderkommission eingerichtet. Die Polizei ist im Lager Friedland mit dem Fachkommissariat des Zentralen Kriminalitätsdienstes der Polizei präsent. Eine wesentliche Rolle bei der Aufgabenbewältigung nimmt laut Polizei das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Polizeidirektion ein. Es ist vom Niedersächsischen Innenministerium damit beauftragt worden, bei der Suche neuer Notunterkünfte unterstützend einzugreifen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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