Sozialdezernent Geselle im HNA-Gespräch

Brandschutz fehlt in Kasseler Flüchtlingsheimen: Wachen aufstellen?

Kassel. Vor den Unterkünften der Flüchtlinge und Asylbewerber in der Stadt Kassel könnten bald Brandwachen stehen. „Darüber denke ich nach“, sagte der Kämmerer und Sozialdezernent Christian Geselle (SPD) im HNA-Gespräch.

Hintergrund: Die üblichen Brandschutzvorschriften (Fluchtwege, Warnsysteme) könnten nicht ohne Weiteres in den Unterkünften, die man für die Asylbewerber zur Verfügung stellen müsste, eingehalten werden.

Geselle erwartet, dass in der Stadt Kassel mittelfristig nicht noch mehr Menschen in Zweitunterkünften untergebracht werden müssen. Mit rund 1300 Asybewerbern habe man im Vergleich mit anderen Städten und Kommunen das Soll erfüllt. Um den Flüchtlingsstrom auch organisatorisch bewältigen zu können, habe die Stadt Kassel 18 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt.

Nach Einschätzung von Christian Geselle gibt es noch immer eine große Welle der Hilfsbereitschaft in der Kasseler Bevölkerung. Damit diese positive Stimmung nicht kippe, müsse man den Flüchtlingen aber auch sagen: „Ihr müsst die Regeln in Deutschland einhalten.“ Man dürfe die Leistungen für die Flüchtlinge nicht so weit „aufblasen“, dass die anderen Empfänger von Hilfsleistungen zu kurz kämen.

Konkret ist Geselle dagegen, den Flüchtlingen ein so genanntes Diakonie-Ticket zur Verfügung zu stellen, mit dem sie kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen könnten. Das wäre einerseits für die Stadt zu teuer, anderseits auch ungerecht gegenüber den 23 000 Empfängern von Transferleistungen in Kassel. Geselle: „Es muss gleiches Recht für alle gelten.“

Der Sozialdezernent setzt für die Flüchtlinge auf Integrationskurse, die man anbieten wolle. Ein Ziel sei dabei, den Asylbewerbern auch zu erklären, „welche Rolle die Frau in Deutschland hat“.

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