Ehemaliges Sagaflor-Gebäude in Baunatal: Flüchtlinge ziehen ein

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Neue Nutzung: In das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Sagaflor ziehen ab dieser Woche 140 Asylbewerber ein.

Baunatal. Die Bezeichnungen „Stuttgart", „Berlin" oder „Wien" an den Türen der ehemaligen Konferenzräume haben keine Bedeutung mehr. In die Räume der früheren Verwaltung der Baunataler Firma Sagaflor ziehen in dieser Woche Flüchtlinge ein.

140 Menschen beispielsweise aus Syrien und Afghanistan sollen laut Landkreissprecher Harald Kühlborn in den nächsten Tagen an die Fuldastraße in Hertingshausen kommen.

Drei Monate haben Mitarbeiter der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft Agil und mehrere Baufirmen in dem früheren Sagaflor-Haus gegenüber dem Einkaufszentrum Ratio-Land gebaut. Neue Küchen und Sanitäranlagen wurden installiert. Laut Kühlborn investierte der Landkreis „eine niedrige sechsstellige Summe“ in den Umbau zur Unterkunft für Asylbewerber. Grundsätzlich, so der Sprecher, sei das Verwaltungsgebäude in gutem Zustand gewesen und geeignet für die Unterbringung von Flüchtlingen. „Fliesen, Elektro und Heizung - das müssen wir meist in den Einrichtungen neu machen.“ Kühlborn geht davon aus, dass das Haus an der Fuldastraße eine der bei den Asylbewerbern sehr beliebten Einrichtungen werden wird. „Die Lage ist entscheidend“, sagt er. „Es ist einfach nah an Kassel dran.“

Dennoch ist der Landkreis bemüht, dass die Menschen nicht allzu lange in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben. „Wir versuchen, ganz schnell Wohnungen zu besorgen“, sagt der Kreissprecher weiter.

Wegen Mangel an günstigen Wohnungen beispielsweise in Kassel und Baunatal könne es sein, dass die Flüchtlinge dann eher in ländlichen Regionen unterkommen. Gesucht werden Unterkünfte im Kostensektor von Sozialwohnungen mit Mietpreisen um 4,50 Euro pro Quadratmeter. In Baunatal selbst leben 44 Asylbewerber in Privatwohnungen.

Der Landkreis hat das Gebäude für sieben Jahre angemietet. Kühlborn geht davon aus, dass sich das Haus auch anschließend gut vermarkten lasse. Es eigne sich dann beispielsweise für die Vermietung an Studenten.

Doch jetzt ist erst mal Eile angesagt in den Räumen. Die Firmen sind dabei, die letzten Arbeiten über die Bühne zu bekommen. Hier werden noch Türen eingesetzt, da fehlen noch Fliesen und eine ganze Küchenzeile. Kühlborn rechnet mit den ersten Bewohnern ab Mitte der Woche.

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