160 Menschen in ehemaliger Lüttichkaserne auf der Marbachshöhe

Kassel: Neue Flüchtlingsunterkunft für Kinder, Familien, Schwangere

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Sie leben in der Unterkunft auf der Marbachshöhe: (v.l.) Faris mit Baby Mustafa, Shadi und sein Sohn Mohammed.

Kassel. In Kassel ist eine neue Flüchtlingsunterkunft auf der Marbachshöhe eingerichtet worden. Sie ist vor allem für Familien mit Schwangeren sowie kleinen Kindern vorgesehen.

Das erklärte das Regierungspräsidium auf HNA-Anfrage.

Bis zu 200 Menschen sollen dort nicht in Zelten oder Hallen, sondern in einzelnen Zimmern unterkommen, die ehemals von Soldaten bewohnt waren, sagte als stellvertretender RP-Pressesprecher Harald Merz. 160 Plätze waren am Montagmorgen bereits belegt. Familien, schwangere Frauen und Kleinstkinder benötigten eine besondere Unterbringung, hieß es zur Begründung für die neue Unterkunft, die am Wochenende eingerichtet wurde. Geholfen hatten dabei Kräfte der Stadt Kassel, erklärte deren Kämmerer Christian Geselle. Das sei ein üblicher Vorgang, der dem Land dann von der Stadt in Rechnung gestellt werde.

Auf dem Kasernengelände könnten zeitnah, je nach Zulauf, auch noch Wohncontainer aufgestellt werden, erklärte Harald Merz. Die Menschen in der neuen Unterkunft seien zum Teil Neuankömmlinge. Zudem schaue man in den Erstaufnahme-Einrichtungen im Regierungsbezirk, wer dafür in Frage komme.

Nach den Zahlen vom Montagmorgen sind in den Erstaufnahme-Einrichtungen des Regierungspräsidiums damit knapp 2400 Menschen untergebracht: 1417 allein in Kassel-Calden 428 in Schwarzenborn (Schwalm-Eder-Kreis), 408 auf dem Areal der Landesfeuerwehrschule Kassel und 160 auf der Marbachshöhe.

Bereits bekannt ist, das im Dezember noch eine Erstaufnahme-Unterkunft mit 400 Plätzen in einem leeren Gebäude der Bereitschaftspolizei in Niederzwehren eingerichtet werden soll. Das Regierungspräsidium suche aktuell, vor allem mit Blick auf den Winter, weitere feste Gebäude für Flüchtlinge, sagte Merz.

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