Erste Flüchtlinge im ehemaligen Krankenhaus in Uslar untergebracht

Ankunft in Uslar: Die ersten Flüchtlinge, die im Uslarer Krankenhaus untergebracht werden, trafen am Dienstagmitag mit einem Bus ein. 150 Flüchtlinge waren für Dienstag angekündigt. Auch Bürgermeister Torsten Bauer verfolgte die Ankunft. Foto: Schneider

Uslar. Die ersten Flüchtlinge sind am Dienstag in die Notunterkunft im ehemaligen Krankenhaus Uslar gebracht worden. Zur Mittagszeit kam der erste Bus, zwei weitere folgten.

Mittwoch gehe es weiter. Es handelte sich vorwiegend um junge Familien mit zahlreichen Kindern, die mit dem ersten Bus in Uslar ankamen. 130 Personen waren es am Dienstag, die in Uslar aufgenommen wurden.

Es handelte sich vorwiegend um junge Familien mit einigen Kindern, die mit dem ersten Bus in Uslar ankamen. Dem ASB waren für dienstag 150 Flüchtlinge angekündigt. Sie werden nach ihrer Ankunft zunächst registriert, medizinisch erstuntersucht sowie verpflegt, berichtete eine Sprecherin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Der ASB ist Träger der Notunterkunft, wie die Uslarer Einrichtung dem ASB zufolge offiziell genannt werde.

Nach Registrierung, Untersuchung und Verpflegung stand die Belegung der Zimmer auf dem Programm. „Die Erfahrung zeigt, dass in den ersten Tagen der Belegung erstmal viel organisiert und strukturiert werden muss“, hieß es beim ASB.

Im Haus ist ab sofort ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr im Einsatz, viele von den Security-Mitarbeitern sind gleichzeitig als Dolmetscher tätig. Darüber hinaus engagieren sich bereits viele Ehrenamtliche etwa bei der Betreuung der Ankömmlinge. Auch die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort.

Im Haus selbst sei nach wie vor noch jede Menge zu tun, vor allem bautechnisch. Die Räume zur Unterbringung von 350 Personen seien aber fertiggestellt und auch brandschutztechnisch gesichert, hieß es auf Anfrage.

Unterdessen ist Dr. Thomas Carl Stiller aus Volpriehausen, früher im Krankenhaus Uslar tätig, nach eigenen Angaben vom Insolvenzverwalter des früheren Uslarer Krankenhauses mit der Sicherung der noch im Hause lagernden Patientenakten betraut worden und versicherte am Dienstag: „Alles ist unter Verschluss“. Er arbeite an einem Konzept.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer hatte bezüglich der Akten von einem unhaltbaren Zustand gesprochen. Der Bürgermeister machte sich am Dienstag persönlich ein Bild, als die ersten Flüchtlingen aus dem Bus stiegen. 

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