Ex-Krankenhaus füllt sich - Arbeiter-Samariter-Bund ruft zu Spenden auf

Ankunft im ehemaligen Krankenhaus in Uslar: Bisher sind in der Notunterkunft, die der Arbeiter-Samariter-Bund betreibt, 193 Flüchtlinge untergekommen. Foto: Schneider

Uslar. Im ehemaligen Krankenhaus Uslar sind am Mittwoch weitere Flüchtlinge eingetroffen: Ein Bus brachte 43 Flüchtlings nach Uslar in die Aufnahmeeinrichtung, berichtete der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Träger der Einrichtung. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 193.

In der Unterkunft befinden sich laut einer ASB-Sprecherin hauptsächlich Familien. „Die Stimmung ist insgesamt sehr harmonisch. Angebote wie die Reinigung ihrer Wäsche werden von den Bewohnern sehr positiv aufgenommen“, hieß es am Mittwochnachmittag beim ASB. Sie würden damit gut beschäftigt sein.

Angesichts der Bilder von jungen Familien mit kleinen Kindern, die meistens schlafend in den Armen der Eltern lagen, richtete sich neben dem ASB unter anderem Uslars Polizeichefin Martina Stülzebach an die Öffentlichkeit: Jetzt sei der Einsatz von Ehrenamtlichen gefragt. Einige sind bereits vor Ort.

Zudem werden auch Spenden angenommen, wie die ASB-Sprecherin bestätigte. Kleinderspenden für Kinder und Erwachsene, vor allem Winterbekleidung, werden benötigt.

Aus der Erfahrung des ASB als Betreiber von anderen Flüchtlingsunterkünften heraus wird darum gebeten, Kleidung für Erwachsene nur in kleinen Größen zu spenden. XL-Größen würde nicht gebraucht. Eine Kleiderkammer im ehemaligen Uslarer Krankenhaus werde aufgebaut.

Spenden kann man auch Spielzeug. Wer helfen möchte oder Spenden abzugeben hat, meldet sich einfach in der Unterkunft im ehemaligen Krankenhaus.

Spontan reagiert hat zum Beispiel bereits die TSG Uslar Sie hatte noch 25 Geschenktüten für Kinder von ihrer Weihnachtsfeier übrig, gefüllt mit Süßigkeiten und Buntstiften, und brachte sie ins ehemalige Krankenhaus. (fsd)

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