Nur 115 von 274 Menschen im Herkules in Bad Hersfeld

Flüchtlinge aus  Herkules-Markt in Bad Hersfeld verschwunden

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Bad Hersfeld. 274 Flüchtlinge haben vor einer Woche die Notunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld bezogen. Inzwischen hat sich die Zahl fast halbiert.

Nur noch 115 Menschen waren am Donnerstag dort untergebracht. Wohin die dem Kreis per Sonderzuweisung vom Land zugeteilten Flüchtlinge „verschwunden“ sind, ist nicht bekannt.

Nach ihrer Ankunft waren die Menschen, die zum Großteil aus Syrien und dem Irak stammen, von Mitarbeitern des Landkreises und vom DRK mit Namen und Fotos erfasst und auf die provisorischen Zimmer verteilt worden. Einen Tag später übernahm ein mobiles Team des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge die Registrierung von 160 Menschen. Wo die restlichen 114 Flüchtlinge zum diesem Zeitpunkt waren, weiß auch Dieter Pfaff als Leiter des Katastrophenschutzstabs nicht.

„Die Leute sind frei in ihrem Tun und Handeln. Wir haben keine Handhabe, sie festzuhalten“, erklärt Pfaff. Zwar dürften bereits registrierte Flüchtlinge den Kreis eigentlich nicht verlassen, aber auch das könne man kaum verhindern.

„Niemand muss sich an- oder abmelden“, so Pfaff. Im umgekehrten Fall sei es auch schon vorgekommen, dass plötzlich Menschen vor der Tür gestanden und um Einlass gebeten hätten. Trotzdem ist Dieter Pfaff zufrieden. „Bisher läuft es gut. Wir sind selbst überrascht und hatten mit mehr Anlaufschwierigkeiten gerechnet“, berichtet er. Bis auf kleinere Streitereien habe es keinerlei Probleme gegeben. Nur widersprechen kann Pfaff in der Stadt kursierenden Gerüchten von Sachbeschädigungen oder Diebstählen.

Ob und wann die vom Land angekündigten weiteren Flüchtlinge kommen, ist laut Kreissprecher Dirk Herrmann noch ungewiss. Insgesamt war stets von 1000 Menschen die Rede, weshalb der Kreis weiterhin über den Toom-Baumarkt in Bebra als weitere Unterkunft verhandelt.

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