Flüchtlinge in Polizeiakademie: Warten auf den nächsten Schwung

Hann. Münden. Die Polizeiakademie in Hann. Münden ist nicht nur Ort für die Aus- und Fortbildung von Polizisten, sie ist derzeit auch Notunterkunft für Flüchtlinge.

Die Pressesprecherin der Akademie in Niedersachsen, Hauptkommissarin Dorit Schröder, antwortet auf folgende Fragen.

Wie viele Flüchtlinge sind derzeit in der Akademie in Gimte?

Dienstagmittag waren es 94.

Für welche Zahl ist die Unterkunft maximal ausgelegt?

Wir können 300 Personen aufnehmen. Wir warten auf weitere Flüchtlinge.

Wann werden die kommen?

Das kann man nicht sagen. In Hannover wird das beim Innenministerium entschieden. Die Menschen können jeden Tag hier eintreffen.

Vor einigen Wochen trafen die ersten 137 Flüchtlinge in Gimte ein. Jetzt sind 94 hier. Wo sind die restlichen Kinder, Frauen und Männer?

Die sind bereits in Kommunen in Niedersachsen gefahren worden, wo sie untergebracht werden, etwa in Wittmund, Meppen oder Celle. In solchen Fällen kommt ein Bus aus Friedland und holt die Menschen hier ab.

Leidet die Ausbildung der Polizeischüler unter der neuen, besonderen Situation?

Nein. Es ist uns ernst, dass wir die Ausbildung in Gänze gewährleisten. Bei der Fortbildung wissen wir derzeit aber noch nicht, ob im kommenden Jahr alle Seminare stattfinden können. Das müssen wir prüfen. Bislang werden in der Akademie in Gimte im Jahr durchschnittlich etwa 350 Seminare angeboten für etwa 5000 Fortbildungsteilnehmer. Es wurde übrigens auch kein Mietvertrag mit Polizeischülern für die Akademie-Unterkunft gekündigt.

Wo sind die Flüchtlinge untergebracht?

Sie sind alle in einem unserer Gebäude, dort können wir auch alle 300 unterbringen.

Die Lage in Notunterkünften ist öfter angespannt. Musste die Polizei in der Akademie bislang eingreifen?

Es gab einen einzigen Vorfall, das war ein Gerangel im Verpflegungsraum unter zwei Frauen. Dann ermitteln die Kollegen des Polizeikommissariats in Hann. Münden.

Am Eingang der Polizeiakademie steht ein privater Sicherheitsdienst zur Kontrolle. Warum macht das nicht die Polizei?

Das ist günstiger. Diese Tätigkeit gehört nicht zu den originären Aufgaben unserer Mitarbeiter. Diese sollen sich in erster Linie um Aus- und Weiterbildung kümmern.

 

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