830 Euro für gebrauchte Bücher

Literarisches Zentrum spendet für Flüchtlinge

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Symbolisch für die Geldspende: Gesa Husemann (von rechts) und Aleksandra Bajazetov überreichten zwei Bücher an Bettina Briesemeister, Jacqueline Jürgenliemk und Matthias Opitz.

Göttingen. Mit der Aktion „Lesen hilft" haben der Göttinger Literaturherbst und das Literarische Zentrum 830 Euro für die Bürger-Initiative Runder Tisch Zieten gesammelt.

Die Kultur-Einrichtung und der Arbeitskreis hatten bei Literatur-Veranstaltungen wie dem Literaturherbst, gebrauchte Bücher gegen eine Spende verkauft.

Symbolisch überreichten Gerda Husemann, Stellvertretende Leitung des Literarischen Zentrums, und Aleksandra Bajazetov, Öffentlichkeitsarbeit Literaturherbst, am Montagabend in den Räumen der Flüchtlingsunterbringung Zietenterrassen die Spende an die Hausleitung Bettina Briesemeister und an Matthias Opitz sowie Jacqueline Jürgenliemk vom Runden Tisch Zieten.

Die Bürgeriniative kümmert sich seit Beginn des Jahres um die Unterbringung von Flüchtlingen an den Zietenterrassen und hilft bei ihrer Eingewöhnung und Integration. In ihrer nächsten Sitzung wollen die Mitglieder über die Verwendung des Geldes sprechen. „Wir werden es vermutlich für unsere Projekte nutzen. Wir unternehmen zum Beispiel Koch-Kurse mit den Bewohnern, mit einem Teil des Geldes können wir also Lebensmittel kaufen oder Materialien für unsere Sprachlehrer, so wie Stifte, Hefte oder Lehrbücher“, sagt Jacqueline Jürgenliemk, Sprecherin des Runden Tisches.

Über die Summe der Spende freuten sich auch die Kultur-Organisatoren. „Wir hatten vorab mit weniger Geld gerechnet, diese 830 Euro haben uns positiv überrascht“, sagt Gerda Husemann lachend.

Dank des großen Erfolgs der Aktion „Lesen hilft“ sind sich Husemann und Aleksandra Bajazetov sicher, dass man im kommenden Jahr erneut eine ähnliche Aktion zugunsten der Flüchtlingsunterbringungen in der Uni-Stadt auf die Beine stellen kann. „Wir können uns gut Freikarten für unsere Veranstaltungen oder kooperative Aktionen mit den Flüchtlingen selbst vorstellen“, sagt Bajazetov. „Schon jetzt organisieren wir fremdsprachige Lesungen, auf Arabisch und Französisch zum Beispiel.“ Man wolle künftig auch mit der Leseförderung des Runden Tisches Zieten zusammenarbeiten.

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