Schwund im Flüchtlingsheim: 45 Registrierte verlassen Einrichtung

Kaum eingetroffen, schon wieder weg: Von 101 Flüchtlingen in Wollershausen sind 45 verschwunden. Das Foto zeigt Helfer bei Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung am Donnerstag. Foto: Lawrenz

Wollershausen. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Wollershausen bei Gieboldehausen der hat sich innerhalb kurzer Zeit spürbar geleert.

Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises Göttingen, berichtete am Freitagnachmittag, dass sich von 101 Flüchtlingen, die am Donnerstag registriert wurden, innerhalb von nur zwölf Stunden 45 den Ort wieder verlassen haben. Wohin sie wollen, kann der Landkreis nur vermuten. Ein Hinweis: Bei der Registrierung hatten mehrere Flüchtlinge durchblicken lassen, dass sie sich nach Schweden durchschlagen wollen.

Mit 50 Personen kommen die meisten Flüchtlinge, die am Donnerstagvormittag in Wollershausen eingetroffen waren, aus Syrien. 25 sind aus dem Irak, neun aus Afghanistan, sieben aus dem Iran und vier aus Ägypten. Die restlichen sechs kommen aus dem Libanon, aus Algerien und Somalia.

Laut Lottmann waren am Donnerstag alle 101 Menschen registriert, verpflegt und ärztlich betreut worden. In der Turnhalle, die als Erstaufnahmeeinrichtung dient, sei es zwar eng, aber erträglich, so dass die Unterbringung kein Abwanderungsgrund sein dürfte. Eigentlich sollten die Menschen nach und nach auf Städte und Gemeinden verteilt werden. Nachdem sich nun überraschend viele auf den Weg zu anderen Zielen gemacht haben, kann die Einrichtung schneller als zuvor abzusehen war wieder Platz für neue Flüchtlinge bieten. (p)

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