Senkefeld: Fläche der Unterkunft wird größer, Zahl der Flüchtlinge bleibt

Areal wird ausgeweitet: Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hessisch Lichtenau soll nun auch 34.000 Quadratmetern gebaut werden - um Konflikten vorzubeugen. Foto:  Bretzler

Hessisch Lichtenau. Die Fläche der derzeit entstehenden Flüchtlingsunterkunft im Hessisch Lichtenauer Gewerbegebiet Senkefeld wird von geplanten 20.000 auf 34.000 Quadratmeter vergrößert.

Das gab Bürgermeister Jürgen Herwig bei einer Pressekonferenz am Freitag im Rathaus bekannt. Trotzdem soll die Flüchtlingszahl nicht steigen. Es bleibe bei einer Belegung von 1000 Personen, nur in Notfällen könne die Zahl auf 1500 steigen.

Dies sei im aktuellen Pachtvertrag schriftlich fixiert, sagte Herwig, der die entsprechende Passage vorlas. Damit wolle er Ängsten der Bevölkerung begegnen, die durch mehrfach nach oben korrigierte Flüchtlingszahlen in der Vergangenheit entstanden waren. Zuletzt hatten immer mehr Bürger die Befürchtung geäußert, dass mit einer größeren Unterkunftsfläche Tür und Tor für noch mehr Asylbewerber geöffnet seien. „Das ist definitiv nicht der Fall“, sagte Herwig.

Auch Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums (RP) Kassel, bestätigt diese Version. Mehr Fläche sei nötig, um die 17 Zelte mit ausreichend Wegen und Freiräumen aufzustellen. „Wir möchten in der Unterkunft etwas mehr Platz haben. Bewegungsmöglichkeiten senken das Konfliktpotenzial“, sagte Conrad. Man habe aus den Erfahrungen zum Beispiel in Calden gelernt und wolle im Senkefeld mehr Sozialflächen schaffen, zum Beispiel für Freizeitangebote, Sprachunterricht und Kinderbetreuung.

Nach Auskunft von Bürgermeister Herwig soll die Zeltstadt an der Hopfelder Straße noch vor dem Winter geräumt werden, die Flüchtlinge würden dann ins Senkefeld umziehen. Das RP bestätigte diese Angabe bislang nicht. Noch im September hatte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke erklärt, dass die Zeltstadt als Zwischenlager im Notfall auch über Winter bestehen bleiben könne - je nachdem, wie stark der Flüchtlingsstrom bleibt.

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