Steigertahl: „Flüchtlingen Impfungen anbieten“

Dr. Christian Steigertahl

Northeim. Nicht nachweisbare Impfungen gegen Windpocken, Masern oder Röteln sollten bei Flüchtlingsfamilien in jedem Fall nachgeholt werden.

Darauf hat Dr. Christian Steigertahl, Vorsitzender des Ärztevereins Northeim jetzt hingewiesen.

In seiner Pressemitteilung nimmt Steigertahl Stellung zur Forderung des Celler Landrats Klaus Wiswe, der sich für einen besseren Gesundheits-Check von Flüchtlingen in den Erstaufnahmelagern ausgesprochen hat (wir berichteten).

Die in diesem Zusammenhang von einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums vorgeschlagenen Antikörperbestimmungen seien nicht nur zum Teil unzuverlässig sowie zeit- und personalaufwändig sondern auch teuer, so Steigertahl. Vielmehr sollten alle Flüchtlinge vor dem Hintergrund der Masernausbrüche in Berlin in diesem Jahr eine Masern-Mumps-Röteln Impfung angeboten bekommen.

Darüber hinaus empfiehlt Steigertahl Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung sowie Hepatitis A und B.

„Die Menschen kommen aus unterschiedlichsten Ländern, sodass vor allem mit einer Einschleppung von Polioinfektionen zu rechnen ist, aber auch mit Hepatitis A“, so Steigertahl. Da bei den Flüchtlingsfamilien völlig unklar sei, welche Grippeviren in ihren Herkunftsländern in der Vergangenheit eine Rolle gespielt haben, hält der Mediziner auch die Empfehlung einer Grippeimpfung für wichtig.

Nach Einschätzung Steigertahls ist es notwendig, dass die Gesundheitsämter sinnvolle Impfungen mit dem Innen- und Sozialministerium abstimmen.

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