Kreis Göttingen: Suche nach Räumen für 350 Flüchtlinge

Grenzdurchgangslager Friedland: Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes muss zurzeit um mehr als 3000 Flüchtlinge kümmern. Foto: dpa

Landkreis Göttingen. Zum Ende der Sommerferien müssen rund 350 Flüchtlinge die Schulturnhallen in Friedland und Rosdorf verlassen, weil diese für den Unterricht gebraucht werden.

Das bestätigte auf Nachfrage der HNA der Pressesprecher des Landkreises Göttingen, Ulrich Lottmann. Betroffen sind in Rosdorf 200 Asylsuchende, in Friedland rund 150. Die Gemeinde Rosdorf hatte ihre TuTurnhalle bereitgestellt, nachdem die in Groß Schneen durch das Unwetter überflutet worden war.

Es gebe Gespräche zwischen Land, Kreisverwaltung und Kommunen, wo die Flüchtlinge nach Ferienende untergebracht werden können, sagte Lottmann. Eine mögliche Lösung, so war zu hören, könnten leerstehende Schulgebäude sein, etwa die Gebäude der ehemaligen Haupt- und Realschule in Adelebsen.

Bei den 350 Flüchtlingen, die in den beiden Schulturnhallen leben, handelt es sich um Asylsuchende, die von der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Friedland betreut werden. Der Landkreis und die beteiligten Kommunen entlasten mit der Unterbringung der Flüchtlinge - nicht nur in den beiden Turnhallen, sondern auch in der Friedland-Außenstelle Rosenthaler Hof in Duderstadt-Westerode - das aus den Nähten platzende Grenzdurchgangslager.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs hält es für dringend notwendig, dass mehr Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen und die Aufnahmeverfahren beschleunigt werden. Friedrichs: „Die Registrierung der Asylsuchenden muss abgeschlossen sein, wenn sie auf die Kommunen verteilt werden.“

Friedrichs Amtskollege Sören Steinberg, Bürgermeister von Rosdorf, sagt, die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei groß. Damit die in den Turnhallen lebenden Menschen Bewegung haben, biete zudem der MTV Rosdorf Sport an. Er denke aber schon mit Sorge an den kommenden Winter, 600 bis 800 Flüchtlinge lebten in Zelten im Grenzdurchgangslager. Da müsse dringend eine Lösung gefunden werden.

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