Tuberkulose: Gab es Fälle bei Flüchtlingen im Landkreis Göttingen?

Verwirrung gibt es um Tuberkulose-Fälle bei Flüchtlingen: Im Landkreis Göttingen sei kein Verdachtsfall bekannt, sagt der Sprecher des Innenministeriums in Hannover, Matthias Eichler.

Im Krankenhaus Göttingen-Weende sind hingegen bei Flüchtlingen schon Tuberkulose-Fälle aufgetreten, teilte das Krankenhaus mit. Und auch in der Uni-Klinik gab es zwei Fälle in den vergangenen vier Wochen. In der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden Patienten bei Verdacht auf TBC vorsichtshalber isoliert.

In der Polizeiakademie in Hann. Münden jedenfalls sei kein Tuberkulose-Fall bekannt geworden, sagt Hauptkommissar Carsten Rudolph.

Mehr Flüchtlinge, das heißt auch mehr Behandlungen in den Notaufnahmen: Vom 1. Mai bis 9. September wurden 40 Flüchtlinge aus dem Grenzdurchgangslager Friedland und den Außenstellen im Krankenhaus Göttingen-Weende stationär behandelt. Seit Anfang August waren es 23 Patienten. Ursachen sind meist: Atemwegsinfektionen, Bauchschmerzen und kleinere Verletzungen. Auch in der UMG werden stetig mehr Flüchtlinge medizinisch versorgt, darunter Jugendliche und Erwachsene mit psychischen Symptomen.

Die Zahl der Flüchtlinge in der Polizeiakademie ist mit 137 stabil. Bis Ende der Woche, sagt Studienleiter Jörg Henne, sollen alle Personen registriert und medizinisch untersucht sein. Jeden Tag fahre ein Bus mit 20 Flüchtlingen nach Friedland. Im Krankenhaus Münden gab es bislang keine Untersuchungen.

Unterdessen prüft der Landkreis Einrichtungen, um etwa 50 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Hotels einquartiert sind, unterzubringen. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche sind in der Obhut des Landkreises, werden von der Jugendhilfe Südniedersachsen betreut. 60 von ihnen leben in der Kurhessenkaserne in Münden. 60 weitere sollen in Duderstadt untergebracht werden.

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