Fragen und Antworten zum Thema Flüchtlinge: Weitere Unterkünfte gesucht

Kassel. Die Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge stehen dieses Mal im Mittelpunkt unser Fragen und Antworten.

Dabei geht es auch darum, ob Menschen privaten Wohnraum dafür anbieten können. Hier die wichtigsten Punkte:

Werden derzeit noch weitere Orte für Erstaufnahme-Einrichtungen in der Region gesucht? 

Das zuständige hessische Finanzministerium macht dazu nur allgemeingültige Angaben. Es würden landesweit rund 80 Liegenschaften daraufhin geprüft, ob sie als Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge geeignet wären. Das erklärte Ministeriumssprecher Ralph-Nicolas Pietzonka auf HNA-Anfrage. Wie viele Objekte dabei in Nordhessen im Blick sind, dazu macht das Ministerium keine weiteren Angaben: Details zu bestimmten Orten oder Immobilien könne man aber erst sagen, wenn diese tatsächlich als Unterkünfte feststünden.

Hat man dabei auch private Immobilien im Blick? 

Ja, unter den geprüften Objekten seien auch zahlreiche Unterkünfte, die dem Ministerium von privater Seite angeboten wurden. Für Erstaufnahme-Unterkünfte, wo oft mehrere Hundert Menschen Platz finden müssten, seien das naturgemäß größere Objekte. Kommende Woche soll ein zentrales Internetportal für Hessen eingerichtet werden, wo man potenzielle Unterkünfte anbieten könne. Details dazu würden am Dienstag bekannt gegeben, erklärte das Finanzministerium. Weiterer Hinweis: Wer kleinere Unterkünfte oder einzelne Wohnungen für Flüchtlinge anbieten wolle, der sei damit nicht beim Finanzministerium, sondern bei der jeweiligen Kommune richtig.

Wie viele Menschen leben aktuell in den Erstaufnahme-Unterkünften der Region? 

Die Zahlen könnten sich stündlich ändern, betont das Regierungspräsidium Kassel. Nach dem Stand vom Donnerstagmorgen war die Belegung wie folgt: In der Zeltstadt Calden lebten 1276 Flüchtlinge, in der Zeltstadt Schwarzenborn (Schwalm-Eder-Kreis) 276. Im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck waren es 216, in den Kasseler Unterkünften Landesfeuerwehrschule 479, Lüttich-Kaserne Marbachshöhe 200 und Veterinäramt Druseltalstraße 294. Zudem waren in der Nacht zum Donnerstag bereits 48 Flüchtlinge in der jüngsten Unterkunft der Region in Hessisch Lichtenau angekommen, weitere werden erwartet.

Wie viele Menschen sollen in der neuen Flüchtlingsunterkunft in Hessisch Lichtenau unterkommen? 

Die Zahl der Flüchtlinge dort wird deutlich höher sein, als zunächst gedacht. Das teilte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke mit. In der geplanten Erstaufnahme-Einrichtung im Gewerbegebiet Senkefeld sollen demnach wohl 1250 Menschen in zwei großen Leichtbauhallen untergebracht werden. Die eine biete Platz für 1000 Personen, die andere Raum für 250 Personen sowie für die Versorgung und Verwaltung. Maximal könnten hier 1500 Menschen unterkommen, so Lübcke. Je nachdem, wie stark der Flüchtlingsstrom bleibt, soll auch die Zeltstadt zunächst als Zwischenlager weiter bestehen bleiben – notfalls über Winter.

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