Treffen der Bürgermeister des Landkreises Göttingen

Weniger Flüchtlinge: Landkreis Göttingen „holt Luft“

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Treffen der Bürgermeister: Landrat Bernhard Reuter (vorn, 3.v.r.) und Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (links) begrüßten die Vertreter der Gemeinden im Göttinger Kreishaus.

Göttingen. Die Flüchtlingssituation und die Kreisfusion waren die beherrschenden Themen beim Treffen der Bürgermeister des Landkreises Göttingen. Es war die letzte Zusammenkunft in diesem Rahmen.

Die nächste Gesprächsrunde der Repräsentanten der Gemeinde findet voraussichtlich nach der Fusion mit dem Landkreis Osterode nach dem 1. November und damit im neuen Landkreis Göttingen statt.

„Wir sind sehr gut im Plan, insbesondere bei der Zusammenführung der Kreisverwaltungen“, sagte Landrat Bernhard Reuter mit Blick auf die Kreisfusion.

Reuter lobte die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Es gebe keine per Quote geregelte Verteilung der Asylbewerber auf die Region. Der Landkreis bringe sie in eigener Regie je nach Wohnungsangebot im Kreisgebiet unter, machte Reuter deutlich. Dennoch sei für die Betreuung vor Ort die enge Zusammenarbeit mit Gemeindeverwaltungen und örtlichen Initiativen wichtig. Derzeit sind 573 Flüchtlinge und zusätzlich 260 unbegleitete minderjährige Jugendliche im Landkreis untergebracht.

„Wir sind auf die Zuweisung weiterer Flüchtlinge vorbereitet“, sagte Reuter. Den Städten und Gemeinden werde durch den Handlungsleitfaden „Willkommen Flüchtlinge“ Orientierung gegeben. Flüchtlingen werden Sprach- und Qualifizierungskurse sowie die Betreuung durch Sozialarbeiter angeboten.

Angesichts aktuell gesunkener Flüchtlingszahlen sprach Landrat Reuter von einer „Phase des Luftholens“. Gleichzeitig stimmte der Chef der Kreisverwaltung die Bürgermeister auf künftige Herausforderungen ein: „Die Integration ist eine komplexe und langfristige Aufgabe, die uns über Jahre begleiten wird.“ Bürger können sich telefonisch oder per Internet über das Thema Flüchtlinge informieren.

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