Bei der Ortsumgehung Münchhausen

Vorarbeiten für Riesen-Brücke bei Wollmar angelaufen

Bau der Umfahrung der B 236 zwischen Wollmar und Münchhausen: Im November-Nebel haben vorbereitende Arbeiten für den Bau der Wollmartalbrücke im Zuge der Ortsumgehung Münchhausen begonnen.
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Bau der Umfahrung der B 236 zwischen Wollmar und Münchhausen: Im November-Nebel haben vorbereitende Arbeiten für den Bau der Wollmartalbrücke im Zuge der Ortsumgehung Münchhausen begonnen.

Zwischen Münchhausen und Wollmar haben Tiefbauarbeiten begonnen. Dort wird eine Umgehungsstraße gebaut. Im Jahr 2023 soll der „Bauabschnitt Nord“ fertig sein.

Münchhausen – Ein großer Bagger schaufelt lehmrote Erde auf Anhänger, eine Planierraupe quält sich durch felsigen Untergrund: Zwischen Münchhausen und Wollmar laufen Tiefbauarbeiten im großen Stil. „Allein für die Umfahrung der B 236 bewegen wir etwa 10 000 Kubikmeter Erde“, sagt Oliver Annecke, Polier der Marburger Tiefbaufirma Fritz Herzog. 10 000 Kubikmeter – das sind etwa 1000 Lkw-Fuhren.

Beim Bau der Ortsumgehungen von Münchhausen, Wetter und Lahntal sind die Arbeiter inzwischen an der Bundesstraße 236 zwischen Münchhausen und Wollmar angekommen; dort, wo die drei Kommunen Münchhausen, Battenberg und Burgwald ein gemeinsames, rund 17 Hektar großes Gewerbegebiet planen (HNA berichtete).

300 Meter lange Brücke entsteht

Das Teilstück der Ortsumgehung, das gerade gebaut wird, heißt „Bauabschnitt Nord“. Der Clou wird die 300 Meter lange Wollmartalbrücke. Sie wird später die Ortsumgehung über die B 236, den Bachlauf der Wollmar, einen Radweg und einen Wirtschaftsweg führen.

Seit dem 13. Oktober wird das Baufeld vorbereitet. Dafür wird die B 236 so verschwenkt, dass ausreichend Platz für die Bauarbeiten an der Brücke entsteht und so mit dem Bau der Brücke begonnen werden kann. Die Umfahrung der B 236 soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden. Um diese Umfahrung an den bestehenden Streckenverlauf der B 236 anzubinden, seien kurzzeitige halbseitige Sperrungen erforderlich, sagt Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil. Voraussichtlich bis zum Frühjahr 2022 soll die Umfahrung bestehen bleiben. Dann sollen die Arbeiten an der Brücke so weit fortgeschritten sein, dass die B 236 unter der Brücke umgebaut werden kann. Danach wird die Umfahrung der B 236 wieder zurückgebaut.

Hessen-Mobil will im Frühjahr 2021 mit dem Streckenbau für den rund 4,7 Kilometer langen Abschnitt ab Höhe der L 3090 bei Simtshausen und Niederasphe bis zum nördlichen Ende der Ortsumgehung bei Ernsthausen beginnen. Bereits Ende 2020 – abhängig von der Witterung – soll begonnen werden, im Baufeld auf der neuen Trasse zwischen der B 236 und Ernsthausen den Oberboden abzutragen sowie den Bereich der Trasse archäologisch zu untersuchen.

Weiter südlich auf der Ortsumgehung ist der Streckenbau schon weit fortgeschritten. Bis auf die Wollmartalbrücke sind alle neuen Brücken bereits fertiggestellt.

Hessen Mobil: Arbeiten sind im Zeitplan

Die Arbeiten im Bauabschnitt Nord liegen laut Sonja Lecher „gut im Zeitplan“. Geplant ist, diesen Abschnitt 2023 abzuschließen.  

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