In zwei Fällen drohen Fahrverbote

Speed-Marathon in Waldeck-Frankenberg: 142 Fahrer waren zu schnell

Fehler im Bußgeldkatalog: Raser bekommen ihre Führerscheine zurück.
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Radarfalle der Polizei (Symbolbild)

Nur wenige schwere Verstöße gab es nach den Worten von Dirk Richter, Pressesprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, beim Speed-Marathon am Mittwoch in Waldeck-Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg - Zwischen 6 und 22 Uhr wurde an 17 Kontrollstellen im gesamten Landkreis „geblitzt“. Bei 2350 Geschwindigkeitsmessungen wurden in dieser Zeit 142 Verstöße registriert. In 116 dieser 142 Fällen blieb es für die betroffenen Kraftfahrer bei Verwarnungen. 26 Mal mussten die eingesetzten Polizeibeamten allerdings auch Ordnungswidrigkeits-Anzeigen ausstellen. Traurige „Spitzenreiter“ in dieser Bilanz waren zwei Pkw-Fahrer, die außerhalb geschlossener Ortschaften im Raum Bad Wildungen jeweils 36 Stundenkilometer zu schnell waren. Ein Fahrer wurde innerorts mit 24 km/h über dem Limit erwischt.

Zwei Fahrern droht Führerscheinentzug

In zwei weiteren Fällen müssen die geblitzten Fahrer sogar mit Fahrverboten und saftigen Geldstrafen rechnen: Auf der B 253 bei Bad Wildungen war ein Fahrer mit 155 statt der erlaubten 100 km/h unterwegs. Und auf der B 450 am Twistesee-Vorstau wurde ein Fahrer mit 113 statt der dort zulässigen 70 Stundenkilometer geblitzt. Bei allen genannten Messwerten wurde die Messtoleranz bereits abgezogen. Dem Fahrer, der auf der Bundesstraße 253 bei Bad Wildungen um 55 km/h zu schnell war, drohen laut Dirk Richter ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 240 Euro Geldbuße, dem Fahrer am Twistesee ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte und 160 Euro Bußgeld.

In zwei Fällen gab es den Verdacht auf Alkohol- bzw. Drogenkonsum. Entsprechende Tests verliefen jedoch negativ. Fahrer ohne Führerschein wurden nicht regisriert. „Die allermeisten Pkw-Fahrer haben sich sehr vernünftig verhalten“, lobte der Polizei-Pressesprecher. Der Speed-Marathon habe in erster Linie „präventiven Charakter“. Die Polizei wolle die Fahrer für das Thema Geschwindigkeit sensibilisieren, das immer noch Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle sei.

Beim Blitzer-Marathon 2019 hatte die Polizei 4310 Fahrzeuge im Landkreis kontrolliert und dabei 178 Tempo-Verstöße festgestellt.

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