Ära des Heizöls soll enden

Ab 2026 dürfen keine neuen reinen Ölheizungen mehr installiert werden

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Tanken, damit es warm wird: Martin Pohl (links) und Markus Palonek von der Firma Balzer liefern Flüssiggas an eine Kundin in Braunsen.

Ab dem Jahr 2026 dürfen keine neuen reinen Ölheizungen mehr installiert werden. Auch andere fossile Energieträger wie Erdgas gelten der Bundesregierung zufolge nicht als zukunftsweisend, zumindest in ihrer konventionellen Form.

Ein Ziel des Klimaschutzpaketes ist daher, dass die CO2-Emissionen der Haushalte verringert werden. Dies bedeutet für viele Hausbesitzer, dass sie über alternative Heizmethoden nachdenken, berichtet Martin Pohl, Niederlassungsleiter der Firma Balzer aus Allendorf-Eder. Ab 2026 wird in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, der Einbau von Ölheizungen nicht mehr erlaubt sein. 

Dann sollen solche nur noch in Form einer Hybridlösung mit erneuerbaren Energien eingebaut werden dürfen, zum Beispiel als Kombination eines Brennwertgerätes mit einer Solaranlage. Bestehende Ölheizungen dürfen weiter betrieben werden. Das Klimaschutzprogramm sieht eine Förderquote von 40 Prozent für den Austausch von Ölheizungen gegen neue, klimafreundlichere Heizanlagen vor. 

Bei der neuen Regel gibt es Ausnahmen: wenn Erdgas oder Fernwärme nicht zur Verfügung steht und anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien technisch nicht möglich ist. Bislang werden nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rund 30 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland über Öl-Zentralheizungen und rund 40 Prozent über Erdgas beheizt. 

Erdgasnetz wird ausgebaut

Im Gebiet der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) haben derzeit rund 70 Orte und Stadtteile einen Erdgasanschluss. Dazu zählen auch Orte in Breuna, Bad Zwesten, Fritzlar und Wolfhagen, die außerhalb unseres Landkreises liegen. Die EWF baue das Erdgasnetz stetig aus. Demnach kommen jedes Jahr rund 300 Gebäude hinzu. Wo bereits Erdgasleitungen liegen, würden neue Hausanschlüsse installiert. Zudem würden neue Orte und Wohngebiete erschlossen. Und zwar „dort, wo das Interesse sehr hoch ist und wo die Neuverlegung eines Erdgasnetzes wirtschaftlich darstellbar ist.“.

Eine flächendeckende Versorgung für jedes einzelne Haus könne aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert werden“, erklärt die EWF als ein Energieversorger in Waldeck-Frankenberg.

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