Mit Heißdampf-Hochdruckverfahren

Frühjahrsputz mit Hochdruck: Fachfirma reinigt Pflaster in der Korbacher Fußgängerzone

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Es zischt und dampft zwischen Bahnhof und „Loch“: Mitarbeiter einer Fachfirma reinigen das Pflaster der Korbacher Fußgängerzone im Heißdampf-Hochdruckverfahren.

Hessentag, Mittelalterlicher Markt, verkaufsoffene Sonntage: Die neu verlegten Steine in der Korbacher Fußgängerzone sind bereits ordentlich strapaziert worden. Flecken und Kaugummis, wohin man schaut. Doch in der Reinigungsfrage zeichnet sich eine Lösung ab.

Es dampft und zischt zwischen „Loch“ und Bahnhof: Mitarbeiter einer Fachfirma reinigen die Pflastersteine im Heißdampf-Hochdruckverfahren. „Das hat nichts mit der Corona-Pandemie zu tun, sondern ist die lange geplante Grundreinigung der Fußgängerzone“, erklärt Bürgermeister Klaus Friedrich.

Gut ein Jahr lang hat die Stadt mit verschiedenen Reinigungssystemen experimentiert. „Nach langer Suche haben wir jetzt einen guten Weg gefunden. Das Heißdampf-Hochdruckverfahren ist sehr effektiv“, sagt Friedrich. Es löse Kaugummis und Fette.

Ungewöhnlich ist die Verschmutzung in der Korbacher Einkaufsmeile übrigens nicht: Auch andere Städte haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wenn die Korbacher den Eindruck häten, dass in der Bahnhofstraße die Verschmutzung zugenommen habe, könne das daran liegen, dass Zigarettenstummel und Co. auf dem neuen Pflaster mehr auf als früher auffielen, sagt Friedrich. Auf dem alten Waschbetonpflaster mit seiner unruhigen Struktur habe sich der Schmutz gut verstecken können.

Nach der Grundreinigung des Pflasters wird neues Füllmaterial in die Fugen eingekehrt. Die Fugen selbst sind teilweise noch sehr breit, sodass Zigarettenstummel in ihnen hängen bleiben. „Das liegt daran, dass sich das Pflaster noch nicht gesetzt hat“, erläutert der Bürgermeister. Ein Problem, dass sich mit der Zeit lösen werde.

Noch nicht entschieden ist, ob der Bauhof einen eigenen Heißdampf-Hochdruckreiniger kauft oder bei Bedarf eine Fachfirma beauftragt. Ob sich der Kauf einer eigenen Reinigungsmaschine lohnt, hängt vom Turnus ab, den die Stadt festlegt. Letztlich ist es eine Kosten-Nutzen-Abwägung. Immerhin sind mehr als 20.000 Quadratmeter Pflasterfläche zu reinigen, wenn auch die Professor-Bier-Straße saniert und der Rathaus-Neubau fertiggestellt ist.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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