Duisburger Unternehmen investiert 23,5 Millionen Euro in Fußgängerzone

Woolworth-Neubau in Korbach: Baustart im Herbst

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So soll der geplante Neubau in der Fußgängerzone aussehen: In den ersten beiden Geschossen ist Platz für Handel, Gastronomie und Büros, oben entstehen 33 Wohnungen in Holzbauweise.

Im Herbst sollen die Bagger rollen: Die Fokus Development aus Duisburg will noch in diesem Jahr mit dem Neubau des Woolworth-Gebäudes in Korbach beginnen. 23,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in der Fußgängerzone.

Geplant ist, auf dem rund 3400 Quadratmeter großen Grundstück ein viergeschossiges Geschäfts- und Wohnhaus mit einer Tiefgarage zu errichten. Axel Funke, Vorstandsvorsitzender der Fokus Development, sagte am Donnerstag in einem Pressegespräch: „Trotz der aktuellen Corona-Situation haben wir mit unseren Partnern aus der Stadt und dem Handel am Projekt weitergearbeitet und sind sehr froh, in diesem Jahr starten zu können.“ Ziel von Fokus sei es, den Einzelhandelsbesatz in der Innenstadt mit neuen Mietern zu ergänzen und die Korbacher Fußgängerzone somit insgesamt zu stärken.

Das ist der Zeitplan: Woolworth zieht September oder Oktober aus, im Oktober beginnt der Abbruch des in 1969 eröffneten und 1976 erweiterten Gebäudekomplexes. Voraussichtlich im Herbst 2022 soll die neue Immobilie eröffnet werden. „Wir werden die Bahnhofstraße aufwerten“, sagt Architekt Nico Santuario.

Das Woolworth-Gebäude in der Korbacher Fußgängerzone soll im Oktober 2020 abgerissen werden.

Das Nutzungskonzept sieht derzeit Flächen von insgesamt rund 3250 Quadratmetern für Einzelhandel und Gastronomie vor. Woolworth wird weiter Mieter bleiben und Flächen im Erd- und im ersten Obergeschoss nutzen. Im Erdgeschoss werde außerdem ein Textiler aus dem Bereich „junger Mode“ einziehen, sagte Funke.

2200 Quadratmeter sind für Büros und ein Fitnessstudio im ersten Obergeschoss reserviert. Im dritten und vierten Obergeschoss sind insgesamt 2300 Quadratmeter für Wohnen vorgesehen. Ursprünglich war ein Hotel mit etwa 80 Zimmern geplant, jetzt sollen in dem L-förmig auf die Sockelgeschosse gesetzten Gebäudeteil 33 Mietwohnungen in Holzbauweise entstehen, die den Niedrigenergiehaus-Standard erfüllen. Die Wohnungen unterschiedlicher Zuschnitte haben zur Fußgängerzone hin Terrassen, zur Rückseite hin ist eine gartenähnlich begrünte Dachfläche geplant. Regenwasser wird gesammelt und genutzt. „Das Gebäude soll auch ökologisch in die Zukunft weisen“, sagte Funke. Vorgesehen ist außerdem eine Tiefgarage mit 50 bis 55 Parkplätzen für die Mieter des Gebäudes.

Das neue Gebäude werden sich zur Fußgängerzone deutlich strukturierter präsentieren, sagt Santuario: „Die bisherigen Vitrinen und dunklen Ecken vor dem Gebäude fallen weg.“ Lieferanten werden das Gebäude auch künftig über die Arolser Landstraße andienen – aber nicht mehr über eine offene Rampe, sondern eingehaust. „Dadurch wird auch die Arolser Landstraße aufgewertet, der Hinterhof-Charakter verschwindet“, erläuterte der Architekt. Auch die Lärmbelastung werde so reduziert.

„Das Gebäude ist ein Gewinn für Korbach und dokumentiert die Zugkraft der Stadt als Einzelhandelsstandort“, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich. Für das Bauvorhaben ist eine Neuaufstellung des Bebauungsplanes notwendig, die Stadtverordneten stimmten dem am Mittwoch einstimmig zu.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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