Sperrung der B 252

Ärger durch Schwerverkehr auf Umleitungen in Nordwaldeck

Mehr (Schwer)verkehr rollt wegen der Sperrung der B 252 bei Rhoden auch durch Wetterburg.
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Mehr (Schwer)verkehr rollt wegen der Sperrung der B 252 bei Rhoden auch durch Wetterburg.

Ärger macht sich in Nordwaldeck über den Verkehr auf den Umleitungsstrecken durch Bad Arolsen, Diemelstadt und Volkmarsen breit.

Diemelstadt/Bad Arolsen – Der zusätzliche Verkehr in umliegenden Ortschaften war auch Thema in den konstituierenden Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung Bad Arolsen und Diemelstadt. Wegen der Erneuerung der Bundesstraße zwischen Gashol und der Autobahn ist die B 252 bis Anfang Juli voll gesperrt. Der von Lastzügen dominerte Verkehr wird über Land- und Kreistraßen umgeleitet.

Heftige Kritik

Heftige Kritik erhob der CDU-Stadtverordnete Christian Gröticke aus Neudorf an der Erneuerung der Bundesstraße 252 bei Rhoden und der Belastung der umliegenden Ortschaften durch die Umleitungen.„In der Bevölkerung besteht absolutes Unverständnis über die Erneuerung der Bundesstraße“, sagte der CDU-Stadtverordnete in der jüngsten Sitzung.

Die Bundesstraße sei doch nicht kaputt. Zudem sei eine Vollsperrung nicht notwendig, erklärte der Stadtverordnete. Die Umleitungen führten über schmalere Kreis- und Landstraßen.

So reagieren die Bürger

Der Begegnungsverkehr, gerade mit Lastfahrzeugen, sei auf solchen normalerweise weniger stark befahrenen Strecken schwierig. „Das ist ein Schildbürgerstreich!“, empörte sich Gröticke. Und: „Wer zahlt für all die Schäden an den Straßen?“

„Das Thema Umleitungen bewegt unheimlich viele Bürger“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Pawelczig (FWG). Gerade auf engeren Straßen in den Ortschaften sei die Begegnung von Lastfahrzeugen schwierig. Korrekturbedarf bestehe bei der Beschilderung: Statt „Wexen“ sollte „Wrexen“ geschrieben werden.

Konsequenz im Straßenbau

Solche Belastungen ergäben sich leider bei Straßenbaustellen dieses Ausmaßes, das sei nicht zu ändern, erklärte Bürgermeister Elmar Schröder dazu.

Tempo 30 wurde auf der als Umleitung genutzten Kreisstraße 7 in Wetterburg eingeriuchtet, um besonders am Kindergarten für mehr Sicherheit zu sorgen.

Dabei dürfe die Stadt dankbar sein, dass die Arbeiten auf der B 252 jetzt und nicht 2022 ausgeführt würden, wenn die Landstraße in Rhoden, die ehemalige Bundesstraße 252, endlich fertig ausgebaut und umgestaltet sein werde. Wenn erst 2022 die B 252 saniert würde, dann würde der Verkehr von der Bundesstraße durch Rhoden rollen - über eine verkehrsberuhigt verschmälerte Straße.

Tempo 30 in Orpethal gefordert

Derweil hat die neue Ortsvorsteherin von Orpethal, Julia Runte, an den Magistrat einen Antrag gestellt, sich um Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt zu bemühen. Die dortige Landesstraße in der Nähe von Autobahn und B 7 dient ebenfalls als Teil der Umleitungsstrecke. (Von Armin Haß )

Die auf knapp drei Monate angelegte Vollsperrung der Bundesstraße B252 zwischen Schmillinghausen und Rhoden zwingt den Verkehr auf mehrer Umleitungsstrecken, die nicht auf diese Verkehrsmengen ausgelegt sind.

Lastzüge auf Gefällstrecke

Besonders leiden derzeit die Anwohner der Durchgangsstraßen von Schmillinghausen und Wetterburg. Darauf hat der Schmillinghäuser Ortsvorsteher Elmar Kottenstede bei der konstituierenden Sitzung des Bad Arolser Stadtparlamentes hingewiesen. Kottenstede wies darauf hin, dass die Strecke über Schmillinghausen eigentlich nur für Lastwagen bestimmt sei, die zu den Pappenfabriken in Diemelstadt unterwegs seien.

Tatsächlich aber schlängelten sich tägliche Dutzende von Lastwagen aus halb Europa durch Schmillinghausen, ohne sich um das geltenden Tempolimit auf der Gefällstrecke zu kümmern. Der Ortsvorsteher bat daher den Bürgermeister, sich für Kontrollen einzusetzen.

Neuregelung in Wetterburg

„Das Thema ist kniffelig“, gab Bürgermeister Jürgen van der Horst zu verstehen. Der Verkehr müsse schließlich irgendwo hin. Dazu stellte der Rathaus fest: „Der Verkehr sucht sich seinen Weg.“ Die ausgewiesenen Umleitungsstrecken hätten nur Empfehlungscharakter und seien nicht verpflichtend.

Etwas anders sei die Situation in Wetterburg. Hier habe die Verwaltung auch auf Drängen des Ortsvorstehers auf der Kreisstraße 7, Zum Wiggenberg“ Tempo 30 anordnen können, weil sich hier der Kindergarten befinde. Diese besondere Gefahrenlage rechtfertige ein Einschreiten der Verwaltung. (Elmar Schulten)

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