Heimische Christdemokraten sehen Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz bei einer Person  

AKK-Rückzug: CDU-Politiker fordern schnellere Nachfolge-Entscheidung 

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Annegret Kramp-Karrenbauer.

Was sagen die heimischen Christdemokraten zum Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin und CDU-Parteivorsitzende? Wir fragten nach. 

Überrascht hat sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Timo Hartmann, nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin und CDU-Parteivorsitzende gezeigt. „Das war unvorhersehbar, doch die Entscheidung verdient Respekt“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Ob er den Schritt bedauere? „Sie war demokratisch gewählt und hat ihre Sache gut gemacht. Aus seiner Sicht gehöre zu einer Kanzlerkandidatin oder einem Kandidaten aber auch der unbedingte Wille, das Amt zu übernehmen. „Einen Favoriten für die Nachfolge habe ich nicht. Unter den Kandidaten sind viele gute Persönlichkeiten.“

TimoHartmannCDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag

Hartmann betont zudem, dass nicht erst beim ordentlichen CDU-Parteitag im Dezember eine Entscheidung getroffen werden dürfe. „Es muss spätestens im Sommer klar sein, wer als Kanzlerkandidat ins Rennen geht und damit auch den Parteivorsitz übernimmt“, sagt er.

Das sieht CDU-Kreisvorsitzender Armin Schwarz genauso und hält den Sommer für geeignet, um eine Entscheidung zu treffen. „Jetzt geht es darum, in Ruhe und mit Sorgfältigkeit eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden.“ Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören für ihn zusammen. Auf einen Favoriten will er sich nicht festlegen – ebenso lehnt er eine „Roadshow mit Mitgliederentscheid wie bei der SPD“ ab. „Am Ende gab es dort einen erheblichen Verschleiß an Kandidaten, was nicht förderlich für die Partei war.“

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Johannes Müller, spricht sich dagegen für Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten und Parteivorsitzenden aus. Er findet zudem, dass die Entscheidung noch früher fallen sollte. 

JohannesMüllerKreisvorsitzender derJungen Union

Mit Blick auf den Rückzug von AKK sagte er: „Frau Kramp-Karrenbauer stellt Parteibelange über eigene Ambitionen. Das ist eine große Entscheidung, dafür muss man ihr Respekt zollen.“ 

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