Aktiv in verschiedenen Sparten

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Gymnastikgruppe: Damengymnastik gibt es auch heute noch im TSV Viermünden/Schreufa. Das Bild zeigt die Gymnastikgruppe aus dem Jahre 1995.

Neunzig Jahre TSV Viermünden/Schreufa – diesen runden Geburtstag mit neun Jahrzehnten Vereinsgeschichte feiert der TSV Viermünden/Schreufa in diesem Jahr in vielen Facetten.

PDF der Sonderseite Neunzig Jahre TSV Viermünden/Schreufa

Auf dem Programm stehen unter anderem das traditionelle Jugendzeltlager in Großalmerode und ein Ehemaligentreffen im Sommer, zudem ein Oktoberfest im Herbst.

Höhepunkt ist aber der Festkommers am morgigen Samstag, 14. März, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Viermünden zusammen mit Vertretern aus Sport und Politik.

Dabei wird es nicht nur ein kulturelles Programm mit Liedern und Darbietungen geben, sondern auch Ehrungen langjähriger treuer Mitglieder. Heinz Dieterich gehört dem Verein beispielsweise seit einem halben Jahrhundert an, Andreas Vogel und Knut Wienbeck sind seit 40 Jahren Mitglied im Verein. Die Schirmherrschaft des Festkommers hat Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß übernommen.

Im 90. Jahr seines Bestehens hat der TSV Viermünden/Schreufa aktuell 515 Mitglieder und ist damit einer der größten heimischen Sportvereine. Neben Fußball wird im Verein auch Tennis und Tischtennis gespielt, die Damen betreiben Gymnastik. Ganz groß geschrieben wird die Jugendarbeit – im TSV Viermünden/Schreufa jagen gegenwärtig rund 200 Kinder und Jugendliche in 15 Mannschaften dem runden Leder nach. Der Verein beschäftigt alleine mehr als zwei Dutzend Trainer und Betreuer, die meisten stehen dem Verein ehrenamtlich zur Verfügung.

Gründung im Jahr 1925

Als Paul von Hindenburg deutscher Reichspräsident wurde und in Griechenland der Sportverein Olympiakos Piräus gegründet wurde, wurde in Viermünden von 23 sportbegeisterten Männern der Turn- und Sportverein Viermünden aus der Taufe gehoben. Das war am 30. Juni 1925 – also vor fast genau 90 Jahren.

Erster Vorsitzender war Heinrich Wende, ihm folgte Hermann Brunner. Anfänglich wurde nur Fußball gespielt, die Vereinskasse wurde durch Theaterspielen aufgebessert. Im Jahr 1927 schafften sich die Fußballer die ersten Trikots an: schwarze Hemden und weiße Hosen. 1933 kam die Sparte Leichtathletik hinzu, 1935 wurde das erste große Sportfest gefeiert. Wie alle anderen Vereine litt auch der TSV Viermünden unter den Wirren des Zweiten Weltkrieges, 1940 musste der Spiel- und Sportbetrieb eingestellt werden. Erst zehn Jahre später, am 31. März 1950, wurde der TSV Viermünden 1925 wieder ins Leben gerufen.

Zusammenlegung

Bereits 1946 wurde im Nachbardorf Schreufa ein Verein mit Franz Reuter an der Spitze gegründet. Dieser Verein litt jedoch an Spielermangel, schon Anfang der 50er-Jahre konnte er nicht mehr existieren. Die verbliebenen Aktiven orientierten sich vornehmlich in Richtung Viermünden. In der Mitgliederversammlung am 15. Januar 1977 wurde auf Antrag der Mitglieder der Vereinsname in TSV Viermünden/Schreufa geändert. Vorsitzende nach der Neugründung waren Werner Hackstein und Hans Ante. Ihnen folgten Günter Mell, Willi Brosig, Armin Vogel und Bernd-Volker Vogel. Seit 2010 ist Harald Rudolph Vorsitzender des Vereins.

Der Sportplatz in Viermünden wurde 1963 gebaut, damals noch von der früher selbständigen Gemeinde Viermünden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg entstand im Jahr 1971 die Umkleidehalle, 1979 wurde dieser Bau erweitert.

Aufstieg in die Bezirksliga

Seinen größten sportlichen Erfolg feierte der Verein 1985 mit dem Aufstieg der Fußballer in die Bezirksliga Marburg/Frankenberg.

Sportlich erlebten die Fußballer Höhe und Tiefen. Im September 2012 fand dann die Gründungsversammlung der SG Eder statt – bei der SG Eder spielen die Fußballer aus Viermünden/Schreufa und Frankenberg.

Im Jahr 2006 wurde der TSV Viermünden/Schreufa vom Landessportbund Hessen für seine herausragende Jugendarbeit mit dem Heinz-Lindner-Preis ausgezeichnet, 2011 wurde Horst Isgen der Ehrenamtspreis verliehen. Die Fußballer der SG Eder spielen heute in der Kreisoberliga Marburg-Biedenkopf. (mjx)

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