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Trotz Trockenheit: Keine Not beim Trinkwasser in Waldeck-Frankenberg

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Von: Julia Janzen

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Eine Falsche und ein Wasserstrahl
Trotz anhaltender Trockenheit: Das Trinkwasser in Waldeck-Frankenberg ist nicht knapp. © Andreas Arnold/dpa

Trotz lang anhaltender Trockenheit: Die Trinkwasserversorger im Landkreis gehen davon aus, dass es auch künftig nicht zu einem Notstand kommen wird. Im Juli waren die Einwohner von Hundsdorf, einem Bad Wildunger Ortsteil, gebeten worden, wegen eines Notstands Wasser zu sparen.

Waldeck-Frankenberg - Bei einem „gleichbleibenden Wasserbezug“ werde es in Korbach „zu keinem Trinkwassernotstand kommen“, sagt Axel Voigt, Sprecher des Versorgers EWF. Auch für die Zukunft sei die „Versorgungssicherheit in Korbach ohne Einschränkungen gegeben“. Dafür müsse allerdings „regelmäßig in das Wassernetz investiert werden, um eine effiziente und sichere Versorgung zu gewährleisten“, so Voigt. Ab 2020 hat EWF einen weiteren Tiefbrunnen in der Päddemarke für die Hansestadt gebaut, der der Versorgungssicherheit diene.

Die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF), die die Stadt Frankenberg mit den Ortsteilen und Teile der Gemeinde Burgwald mit Trinkwasser versorgt, befürchtet ebenfalls keinen Notstand. „Die Grundwasserleiter im Umfeld von Frankenberg sind ausreichend ergiebig“, sagt Geschäftsführer Jens Nehl. Zumindest mittelfristig sehe er keine Probleme im Versorgungsbereich. „Anders kann es werden, wenn über Jahre Niederschläge auch in Herbst- und Wintermonaten ausbleiben und die Grundwasserleiter ausgezehrt werden“, so Nehl. „Das Wasserdargebot ist sehr stark von den regionalen geologischen Verhältnisse abhängig. Was für Frankenberg gilt, kann 50 Kilometer weiter schon ganz anders aussehen.“

„Im Versorgungsgebiet der Kommunalen Betriebe Nordwaldeck kann vorerst von keinem Trinkwassernotstand ausgegangen werden. Die Messstellen zeigen keine Auffälligkeiten“, sagt Marko Lambion, Bürgermeister von Arolsen und Vorsitzender der Kommunalen Betriebe Nordwaldeck.

Im Burgwald ist der Grundwasserstand seit 1965 schon um zwei Meter gesunken, sagt Forstamtsleiter Eberhard Leicht. Eine „beträchtliche Anzahl von Quellen“ sei versiegt. Seit Jahren schon kämpft die Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ dafür, dass kein Trinkwasser aus dem Burgwald nach Südhessen geliefert wird. Dort solle mehr Brauchwasser genutzt werden, was die Quellen in Burgwald und Vogelsberg entlasten würde.

Trotz Trinkwassersicherheit: Alle Versorger appellieren, die Ressource einzusparen. jj

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