Für jeden Einwohner zehn Euro

Gemeinde Allendorf spendet 56 280 Euro für Hochwasser-Opfer

Ein Schlauchboot der DLRG fährt durch den überfluteten Stadtteil Kornelimünster
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Einsatz im Katastrophengebiet: Ein Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist bei Hochwasser im Stadtteil Kornelimünster unterwegs.

Für die Menschen in der besonders vom Hochwasser betroffenen Verbandsgemeinde Altenahr in Rheinland-Pfalz spendet die Gemeinde Allendorf-Eder 56 280 Euro. Das haben der Gemeindevorstand sowie der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen.

Allendorf/Eder - Bereitgestellt wird die Summe laut Bürgermeister Claus Junghenn als außerplanmäßige Ausgabe aus der Gemeindekasse. Der Betrag ergibt sich aus dem Ansatz, 10 Euro für jeden Einwohner der Gemeinde Allendorf zu spenden – bei 5628 Einwohnern am 31. Dezember 2020 ergibt sich daraus die Summe von 56 280 Euro.

Nach einer Gedenkminute für die mindestens 134 Toten und 766 Verletzten im Raum Ahrweiler erläuterte Bürgermeister Junghenn in einer kurzfristig einberufenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend, dass die Gemeinde Allendorf die Not der vom Hochwasser betroffenen Kommunen im Raum Ahrweiler etwas lindern wolle.

Dramatische Situation

„Viele Häuser, Straßen, Bahnlinien und Versorgungsleitungen sind zerstört, die Bewohner mussten teilweise evakuiert werden. Einige Ortsteile waren vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Anzahl der Toten und Verletzten im Landkreis ist hoch. Die dramatische Situation in dieser Region wurde auch durch persönliche Kontakte eines Gemeindevertreters bestätigt“, sagte Claus Junghenn, der in diesem Zusammenhang die Initiative des Allendorfer Fuhrunternehmers Matthias Kinkel lobte. Kinkel hatte, wie berichtet, zusammen mit Marburger Lkw-Fahrern und Spediteuren einen Hilfskonvoi ins Krisengebiet organisiert.

Der Betrag von 56 280 Euro wird an die Verbandsgemeinde Altenahr mit der Zweckbestimmung überwiesen, die aufgrund der Unwetterkatastrophe in Not geratene Menschen in ihrem Zuständigkeitsbereich „unmittelbar“ zu unterstützen.

Nach positiven Stellungnahmen von Jürgen Kubitzek (BLO), Claus-Jürgen Müller (CDU) und Rositta Krämer (SPD) nahm der Haupt- und Finanzausschuss die Empfehlung einstimmig an.

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