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Allendorfer Grundschüler schickte Friedensappell an Bundeskanzler Scholz

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Von: Thomas Hoffmeister

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Post aus dem Bundeskanzleramt: Der Allendorfer Grundschüler Finn Alexander Lang hat wegen des Ukraine-Krieges Unterschriften gesammelt und an Bundeskanzler Olaf Scholz geschickt. Links Schulleiterin Christina Specht.
Post aus dem Bundeskanzleramt: Grundschüler Finn Alexander Lang hat wegen des Ukraine-Krieges Unterschriften gesammelt und an Bundeskanzler Olaf Scholz geschickt. Links Schulleiterin Christina Specht. © Thomas Hoffmeister

Bundeskanzler Olaf Scholz nimmt auch die Sorgen von Kindern ernst. Das hat der neunjährige Grundschüler Finn Alexander Lang aus Allendorf erfahren. Finn hat einen ganz offiziellen Brief aus dem Büro des Bundeskanzlers aus Berlin bekommen.

Allendorf/Eder – Im Deutschunterricht der Klasse 3a hatte Schulleiterin Christina Specht mit den Grundschülern der Allendorfer Schule am Goldberg über den Krieg in der Ukraine gesprochen; ein Thema, das die Kinder auch im Grundschulalter sehr bewegt, wie Christina Specht weiß.

Daraufhin hatten die Kinder Bilder gemalt haben, in denen die Sorge vor Tod und Verlust, aber auch der Wunsch nach Frieden zum Ausdruck kommt. Auch Finn Alexander Lang hat ein Bild gemalt. Zusätzlich hatte er aber die Idee, an der Schule Unterschriften für einen baldigen Frieden in der Ukraine zu sammeln. Die Resonanz war riesig: „Ein ganzes Blatt war voll. Mehr als 200 Schüler und fast alle Lehrer haben unterschrieben“, berichtet Schulleiterin Specht. Sie schickte den Friedensappell der Allendorfer Grundschule an Bundeskanzler Olaf Scholz nach Berlin.

Einige Tage später erhielt Finn Alexander Lang einen Brief aus dem Bundeskanzleramt. „Ich dachte schon, er hätte ’was angestellt“, berichtet Finns Mutter Lilia Lang. Doch weit gefehlt: Im Auftrag von Bundeskanzler Scholz hatte Sebastian Bebel dem Allendorfer Grundschüler ausführlich geantwortet.

„Viele Kinder schreiben dem Bundeskanzler“

„Bundeskanzler Olaf Scholz hat mich gebeten, Dir für deinen Brief, den uns deine Schulleiterin, Frau Specht, zugeschickt hat, herzlich zu danken“, schreibt Bebel. „Gern hätte er Dir selbst geantwortet, aber leider ist er derzeit terminlich so stark eingebunden, dass er mich gebeten hat, Dir zu antworten“, so Bebel. Und weiter: „Viele Kinder und Jugendliche schreiben dem Bundeskanzler über ihre Sorgen und vor allem über ihren Wunsch nach Frieden. Auch Dein Appell in Form einer Unterschriftenaktion wurde hier aufmerksam gelesen. Ich darf Dir versichern, dass der Bundeskanzler und mit ihm die gesamte Bundesregierung alles unternehmen wird, damit wieder alle Bürgerinnen und Bürger in Europa in Frieden leben können.“

Sebastian Bebel weist darauf hin, dass die Bundesrepublik die Ukraine unterstützt und dass Menschen, die aus der Ukraine fliehen, in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union „jeden Schutz und größtmögliche Hilfe“ erhalten.

„Der Bundeskanzler dankt Dir für deine Anteilnahme und wünscht dir alles Gute“, heißt es am Ende des Briefes aus dem Bundeskanzleramt. „Bitte übermittele auch einen herzlichen Gruß des Bundeskanzlers an deine Schulleiterin Frau Specht.“

Ein bisschen aufgeregt

„Finn war schon ein bisschen aufgeregt“, erzählt dessen Mutter Lilia Lang. Sie findet es „ganz wichtig“, mit Kindern über deren Sorgen, auch über den Krieg, zu sprechen. Dass ihr Sohn Finn einen Brief aus dem Bundeskanzleramt bekam – darauf ist sie schon ein wenig stolz.

Finn sicher auch – obwohl er das in seiner ehrlichen, aber etwas zurückhaltenden Art wohl kaum sagen würde.

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