Fahren wie Formel-1-Fahrer Max Verstappen

Automobilclub Allendorf nimmt an Wettbewerb teil, der Autorennen simuliert

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Der ADAC will mit Rennevents seine Ortsclubs in die Welt des digitalen Motorsports begleiten. An dem Simracing-Wettbewerb nimmt der Allendorfer Automobilsportclub AMSC Lahn-Eder teil.

Spielkonsolen sind aus der virtuellen Sportwelt, dem sogenannten E-Sport, nicht mehr wegzudenken. Ein neuer Höhepunkt dieses Trends ist das Simracing, bei dem realistische Umstände von Autorennen simuliert werden. Dazu gibt es mit dem ADAC-Digital-Cup 2019 den offiziellen Rennwettbewerb. Der ADAC will in der Rookie-Serie mit drei Rennevents seine Ortsclubs in die Welt des digitalen Motorsports begleiten. Daran nimmt auch der Allendorfer Automobilsportclub AMSC Lahn-Eder teil.

Mit dem Simracing als Motorsportdisziplin will der Deutsche Motor-Sport-Bund vor allem Leute erreichen, die sich dem Sport ernsthaft widmen und nicht nur spielen wollen. Nach einer Einschätzung von Dr. Gerd Enser, Präsidiumsmitglied des Deutschen Motor-Sport-Bundes, liegen Realität und Simulation bei keiner anderen Sportart so nah beieinander wie beim Motorsport. 

Deshalb bereiten sich auch die Profis mit Simracing auf echte Rennen vor. So wie der sechsfache Formel-1-Grand-Prix-Sieger Max Verstappen, der zuletzt den Großen Preis von Österreich gewonnen hat. Für ihn ist Formel 1 und Simracing im Grunde dasselbe und eine optimale Trainingsmöglichkeit, wie er in einem Interview mit dem Magazin Motorsport sagte. „Du versuchst immer, das Beste herauszuholen, arbeitest am Setup, um schneller zu werden. Du machst genau dasselbe – nur ohne die G-Kräfte.“

Auch der AMSC Lahn-Eder will diesen neuen Trend im Motosport nicht verschlafen und ist von Anfang an mit dabei. Darüber haben wir mit Sportleiter Dirk Dippel gesprochen, der seinen Sohn Conner Karnik und Marcell Warich beim ersten Rennen der Rookie-Serie in Wiesbaden betreute.

„In der Halle in Wiesbaden und an sechs weiteren Rennorten waren 27 Teams am Start, die in zwei Rennen starteten. Beim ersten belegte unser Team Platz eins und beim zweiten den achten Platz.“

Die Fahrer der virtuellen Renner sitzen in original Rennsitzen. Im Cockpit sind das Lenkrad, Gas- und Bremspedale. Der Bildschirm fungiert als Windschutzscheibe. Dazu bedient sich Simracing realistischer Regeln, die an den Motorsport angelehnt sind. Es gibt ein freies Training, eine Qualifikation und es werden Strafzeiten verhängt. Beim Simracing gehören auch ein Boxenstopp mit einem Pflichtfahrerwechsel zum Reglement.

Das nächste Rennen, an dem der AMSC teilnimmt, ist am 27. Juli wieder in Wiesbaden. „Dort möchten wir uns für den Endlauf qualifizieren, der dann am Nürburgring, auf dem virtuellen Kurs der Nordschleife, stattfindet“, sagt Dippel.

Service:Wer Interesse am Simracing hat, kann sich bei Dirk Dippel melden: E-Mail dirkdippel@t-online.de

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