Eine Chronik zur „Rubinhochzeit“

Partnerschaft zwischen Allendorf/Eder und Bonneval besteht seit 40 Jahren

Eine „Hochzeitszeitung“ zum Jubiläum: Am „Place de Bonneval“ übergab das Redaktionsteam mit (hinten von links) Jürgen Kubitzek, Françoise Henkel und Gerlinde Briel das erste Druckexemplar an Marion Packebusch (vorn links). Die Chronik ist ein zweisprachiger, reich illustrierter Spiegel gelebter Partnerschaft.
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Eine „Hochzeitszeitung“ zum Jubiläum: Am „Place de Bonneval“ übergab das Redaktionsteam mit (hinten von links) Jürgen Kubitzek, Françoise Henkel und Gerlinde Briel das erste Druckexemplar an Marion Packebusch (vorn links). Die Chronik ist ein zweisprachiger, reich illustrierter Spiegel gelebter Partnerschaft.

Erste „Brautschau“ 1980 in Allendorf/Eder, Hochzeitstorte Grand Marnier 1981 in Bonneval, und nach 40 Jahren nun „Rubinhochzeit“: An diesem Wochenende hätten eigentlich die Gemeinden Allendorf an der Eder und Bonneval am Loir das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft feiern wollen. Das Programm war schon geplant, aber die Corona-Pandemie lässt es nicht zu.

„Allendorf/Eder – Seit vier Jahrzehnten haben wir uns immer auf dieses gemeinsame Himmelfahrtswochenende gefreut“, blickt Marion Packebusch, Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung, etwas wehmütig zurück. „Wir werden diesmal nur per Post, Bildschirm und Telefon miteinander verbunden sein, aber in alter Herzlichkeit und voller Hoffnung auf bessere Zeiten!“

Zum Beispiel auch mit der reich bebilderten, zweisprachigen „Hochzeitszeitung“, die in wochenlanger Arbeit jetzt pünktlich vom Redaktionsteam Gerlinde Briel, Françoise Henkel und Jürgen Kubitzek fertiggestellt worden ist und per Botin persönlich nach Bonneval überbracht werden soll.

Sie liest sich wirklich wie ein deutsch-französisches Märchen: Vom „Ritter Robert“ (Amend), der 1981 beim Hochzeitsmahl in Bonneval um die schöne Tochter Bonneval warb, bis zum Anbringen der „Liebesschlösser“ 2014/15 an den Plätzen von Allendorf und Bonneval, vom Lied „Bonneval, je t’aime“ bis zu „Szenen einer Ehe, ein Querschnitt schöner Momente“. Und dann folgen viele Bilder von menschlichen Begegnungen, landeskundlichen Entdeckungen, kulturellem Austausch und historischen Berührungspunkten.

In dieser erzählenden, farbenfrohen Bilderchronik steckt manches Stück persönliche Lebensgeschichte, das sich mit der Partnerschaft verbindet: Schriftleiterin Gerlinde Briel hat als Mitbegründerin und stets engagierte Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung Allendorf/Eder von 1980 bis 2001 diese deutsch-französische „Verwandtschaft“ selbst nachhaltig geprägt. Dafür, dass daraus sogar eine wirkliche Ehe hervorging, sorgte Françoise Henkel, Tochter des späteren Partnerschaftsvorsitzenden Etienne Peigné. Sie lernte bei einer der ersten Begegnungen Wolfgang Henkel in Allendorf kennen, heiratete ihn und zog in seine Heimat. Er verstarb 2013. Bis heute arbeitet sie aktiv in der Partnerschaftsvereinigung mit und schrieb nun die französischen Texte.

Auf dem „Place de Bonneval“ in Allendorf, wo Wappen, Stadtsilhouette und eine elektrische Laufschrift täglich an den Partnerort erinnern, übergab das Redaktionsteam in den vergangenen Tagen das erste Druckexemplar der „Hochzeitszeitung“ an die seit 2002 amtierende Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. Marion Packebusch nannte in ihren Dankesworten die Jubiläumsschrift ein „Zeugnis besonderer Momente einer gewachsenen Freundschaft in den vergangenen 40 Jahren“.

Sie ist überzeugt, dass gelebte Partnerschaft, getragen von Bürgern beider Orte, wesentliches Element für das Gelingen war. Marion Packebusch: „Aufgeschlossenheit, Toleranz und Neugierde auf Fremdes waren gefragt, um aus Mauern und Grenzen Brücken werden zu lassen, was heute wichtiger denn je erscheint.“ Sie dankte allen Mitgliedern, Freunden, Vereinen und Förderern der Allendorfer Partnerschaftsvereinigung für die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“.

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