"Entchen" des Rennertehäuser Karnevals lüftet seine Maske

So sieht er ohne Maske aus: Carsten Schäfer in seinem Kostüm als „Entchen vom Mühlgraben“. In dieser Rolle ist er im Rennertehäuser Karneval das Maskottchen und der Assistent von Zeremonienmeister Hilmar Koch. Foto:  Arnold

Rennertehausen. Wenn am Samstagabend beim Karneval des SV Rennertehausen in der Allendorfer Tennishalle die größte Karnevalsparty des Frankenberger Landes stattfindet, wird auch das "Entchen vom Mühlgraben" wieder auf der Bühne stehen.

Aber wer steckt eigentlich in dem Kostüm? Die HNA hat das Entchen zum Interview getroffen.

Entchen, wer bist du eigentlich? 

Entchen: Mein Name im richtigen Leben ist Carsten Schäfer. Vor acht oder neun Jahren habe ich diese Rolle und das Kostüm von meinem „Entchenvorgänger“ Stefan Pilger übernommen.

Warum ist gerade eine Ente Begleiter eines Kapitäns, des Zeremonienmeisters Hilmar Koch? 

Carsten Schäfer: Der Kapitän, ein Piratenkapitän, hatte früher einen farbigen Begleiter, den er von einer fernen Insel zum Rennertehäuser Karneval, damals noch im DGH, mitgebracht hatte. Auf einmal tauchte das Kostüm der Ente auf und daraus wurde das „Entchen vom Mühlgraben“. Der Karneval wird ja vom Sportverein veranstaltet und da der Sportplatz am Mühlgraben liegt, war der Name komplett.

Was ist Ihre Aufgabe bei der Abendschau? 

Schäfer: Während Kapitän Hilmar moderiert, kümmere ich mich darum, wie es weitergeht und ob die nächsten Akteure fertig für ihren Auftritt sind, stecke also meinen Entenkopf auch mal hinter den Vorhang und albere ein bisschen darum. Es ist ja schließlich Karneval und einem Entchen nimmt man nichts übel. Während Hilmar seinen Auftritt mit dem Männerballett hat, moderiere ich auch. Eine wichtige Aufgabe habe ich am Ende der Bühnenschau, dann führe ich die Polonäse mit den Akteuren durch die Halle und dann geht die Party richtig los.

Wie findet Ihre Lebensgefährtin das Entenkostüm? 

Schäfer: Oh, das fragen Sie sie am besten selbst ...

Werden Sie immer das Entchen bleiben, oder würden Sie auch gerne mal eine andere Rolle übernehmen? 

Schäfer: Es macht mir Spaß, die Ente zu sein, aber ich werden die Maske in den nächsten Jahren an eine jüngere Ente weiterreichen. So wie ich gehört habe, werden Enten so maximal zehn Jahre alt, und die „Ente Carsten“ hat dieses Alter fast erreicht.

Als was würden Sie gerne mal an der großen SVR-Abendschau teilnehmen? 

Schäfer: Ich war regelmäßig Akteur und Entchen und auch schon einmal DJ. Ich würde die Abendshow auch mal gerne aus der Sicht der Zuschauer sehen.

Was muss man unter der „Großen SVR-Abendschau“ verstehen? 

Schäfer: Es ist kein Büttenabend mit Prinzenpaar und Elferrat, es ist eine Bühnenshow mit viel Tanz, Parodie und Akrobatik. Unser Schlachtruf ist „Relau“. Viele kommen wegen der guten Stimmung oder einfach nur, weil sie mit ihren Freunden Karneval feiern möchten und wir die Plattform dafür bieten.

Scheinbar funktioniert das ehrenamtliche Engagement im SV Rennertehausen, neben den Akteuren stellen sich auch viele Helfer zur Verfügung, um anderen die Möglichkeit zu geben, Karneval zu feiern. 

Schäfer: Ja, auf dieses Zusammenhalt können wir stolz sein, und vom Erfolg profitiert der ganze Verein.

Was Carsten Schäfer allgemein über die Bedeutung des Vereinslebens in den Dörfern sagt, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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