Jubiläum in Allendorf-Eder

Firma Weber Holzverpackungen besteht seit 75 Jahren

Chef mit Belegschaft: Gustav Weber (Mitte) mit seiner Frau, seinem Sohn, seiner Schwester Ulla Reitz und den Mitarbeitern vor dem Betrieb in der Bahnhofstraße. Am heutigen Donnerstag, 12. März, wird das 75-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Foto: Strieder

Allendorf-Eder. Die Firma Weber Holzverpackungen in der Allendorfer Bahnhofstraße feiert am heutigen Donnerstag ihr 75-jähriges Betriebsjubiläum.

Am 12. März 1940 übernahm der Vater des heutigen Firmenchefs, Gustav Weber junior, eine bereits arbeitende Schuhleistenfabrik von den Erben Gelbach. Gustav Weber senior stammte aus Elsoff und siedelte nach Allendorf um. Kurze Zeit später wurde er zum Wehrdienst eingezogen und der Betrieb stand bis 1946 still.

In den Nachkriegsjahren wurden zunächst Schuhsohlen und Schuhspanner gefertigt. Außerdem wurden Rundhölzer mit einem Horizontalgatter und einer einwelligen Bauholzkreissäge eingeschnitten. 1950 wurde das erste Vollgatter gekauft. Die Firma begann mit dem Einschnitt von Bahnschwellen und lieferte verstärkt Bauholz nach Nordrhein-Westfalen.

In der Fabrikation wurden so genannte „Wäschelöffel“ mit dem Logo: „Persil bleibt Persil“ und Brotmaschinenbretter für das Alexanderwerk hergestellt.

Der größte Erfolg war die Fertigung von Toilettensitzen. Mit diesem Produktionssegment wurde die Firma Weber von 1950 bis 1956 der drittgrößte Hersteller Deutschlands – bei einer Beschäftigtenzahl von 24 Mitarbeitern. Als später der Kunststoffsitz auf den Markt kam, waren die Nachfrage und der Preis für die Herstellung unrentabel. Bei Weber wurde erneut umgestellt. Es begann die Produktion von Särgen. Weil der Lagerplatz für Rundholz nicht mehr ausreichte, hatte Weber 1953 das angrenzende Grundstück vom Kaufunger Stift gepachtet und 1976 käuflich erworben. (ed)

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