Bürgerentscheid am 14. März

Fusion von Allendorf und Bromskirchen: Infoabende wegen Corona verlegt

Symbolfoto Wahlurne
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Symbolfoto

Vor dem Bürgerentscheid am 14. März über eine Fusion der Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen können sich die Bürger nochmals bei Infoabenden über den geplanten Zusammenschluss informieren. Wegen Corona mussten jetzt aber die Termine der Bürgerversammlungen verlegt werden.

Allendorf/Bromskirchen – „Aufgrund der bis zum 14. Februar verlängerten Kontaktbeschränkungen bleibt uns leider nichts anderes übrig, als die für Anfang Februar angesetzten Bürgerversammlungen auf März zu verschieben“, teilten die beiden Bürgermeister Claus Junghenn (Allendorf) und Ottmar Vöpel (Bromskirchen) in einer Pressemitteilung mit.

Wie berichtet, hatten im Oktober bereits zwei Infoabende in Bromskirchen und Allendorf stattgefunden, zwei weitere, die für Mitte November geplant waren, mussten wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

Für den 2. März ist nun die nächste Bürgerversammlung in Bromskirchen in der Schützenhalle geplant, für den 4. März die in Allendorf in der Mehrzweckhalle (ehemalige Tennishalle). „Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, sich auf den bekannten Plattformen wie gewohnt anzumelden“, teilen die Gemeinden mit. Weitere Infos dazu gibt es auf der gemeinsamen Internetseite unter allendorf-bromskirchen.de.

Bürgerentscheid mit der Kommunalwahl

„Der Bürgerentscheid ist ein basisdemokratisches Instrument, damit wichtige Themen direkt durch die Bürger abgestimmt werden können. Der geplante Zusammenschluss von Allendorf und Bromskirchen ist ein solch wichtiges Thema“, heißt es in der Pressemitteilung.

Es gibt zwei Wege, dass Bürger per Bürgerentscheid entscheiden dürfen: Entweder über ein Bürgerbegehren oder über ein Vertreterbegehren. Beim Vertreterbegehren beschließen im Gegensatz zum Bürgerbegehren die Gemeindevertretungen, dass der Sachverhalt direkt von den Bürgern entschieden werden soll. Dieser Weg ist in Allendorf/Eder und Bromskirchen beschritten worden: Beide Gemeindevertretungen haben jeweils einstimmig beschlossen, dass diese wichtige Frage nicht durch die politischen Vertreter, sondern durch die Bürger direkt entschieden wird.

Musterstimmzettel für den Bürgerentscheid über den Zusammenschluss der Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen. Screenshot: Gemeinde-Homepage

Bei den Kommunalwahlen am 14. März erhalten die Wähler in den Allendorf und Bromskirchen zusätzlich einen gelben Stimmzettel zum Bürgerentscheid mit der Frage: „Sind Sie dafür, dass sich die Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen zu einer Kommune zusammenschließen?“ Diese Frage kann nur mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Wirksam wird der Bürgerentscheid, wenn die Mehrheit der abgegebenen Stimmen sowohl in Allendorf als auch in Bromskirchen mit Ja gewählt hat. Dabei muss die Mehrheit an Ja-Stimmen mehr als 25 Prozent der Wahlberechtigten betragen – getrennt nach jeder Gemeinde. Das bedeutet, dass in Allendorf mindestens 1075 Ja-Stimmen und in Bromskirchen mindestens 390 Ja-Stimmen vorliegen müssen. „Daher ist die Teilnahme am Bürgerentscheid besonders wichtig“, sagen die Bürgermeister.

Gewählt werden kann entweder am 14. März im Wahllokal oder vorher per Briefwahl. Wer zum Beispiel wegen des Infektionsrisikos Bedenken hat, im Wahllokal zu wählen, kann dies auch per Briefwahl tun. Die beiden Gemeinden weisen darauf hin, dass die Briefwahl mit dem Wahlscheinantrag nicht nur schriftlich, sondern auch per E-Mail beantragt werden kann.

So geht es weiter

Wenn positiv über den Bürgerentscheid entschieden und gleichzeitig die notwendige Anzahl der Stimmen erreicht wird, schließen sich die Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen ab dem 1. Januar 2023 zur gemeinsamen Gemeinden zusammen, die dann den Namen Allendorf/Eder trägt. 

Infos auf der Homepage

Auf der gemeinsamen Homepage allendorf-bromskirchen.de kann die Machbarkeitsstudie nachgelesen werden. Dort gibt es auch einen Briefkasten mit Fragen und Antworten. Und dort wird in Videos kompakt über wichtige Themen der Fusion informiert.

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