Dorfwettbewerb

In Haine gab´s viel zu bestaunen

+
Dorfmittelpunkt: Der Ortsbeirat um Ortsvorsteherin Silvia Hoffmann-Huhn (3. von rechts) zeigte der Jury um Sigrid Göbel (vorn links) auch den im letzten Jahr neu geschaffenen Inselplatz, wo der Grenz- und Geschichtspfad Haine beginnt.

Haine. Zum Abschluss der aktuellen Bereisung informierte sich die Bewertungskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" im Allendorfer Ortsteil Haine. 

Als die Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf“ den Allendorfer Stadtteil Haine in Augenschein nahm, musste Leiterin Sigrid Göbel die übrigen Jurymitglieder mehrmals zum Weitergehen ermahnen – es gab einfach zu viel Interessantes zu entdecken in dem 550-Seelen-Dorf. Die Verlockung war groß, in den schmucken Gärten die Zeit zu vergessen.

Wie die übrigen Wettbewerbsteilnehmer, präsentierte sich der 1987 zum Bundesgolddorf gekürte Ort von seiner besten Seite. Angeführt von Ortsvorsteherin Silvia Hoffmann-Huhn, führte der Ortsbeirat die Kommission von den Obstbäumen hinter dem Friedhof vorbei an Schwalbenhaus, Inselplatz und Kirche bis hin zu Pinschmiede und Jugendclub. Vorgestellt und erläutert wurde der neue Grenz- und Geschichtspfad Haine, der in der neu gestalteten Dorfmitte an der „GeoStation“ beginnt.

Während des Rundgangs präsentierten sich die in Haine ansässigen Handwerker, beispielsweise Korbflechter, Schindel- und Rechenmacher.

Korbmacher: Beim Rundgang durch Haine präsentierten sich die im Ort ansässigen Handwerker, wie zum Beispiel hier der Korbmacher Rolf Womelsdorf.

Der Erste Beigeordnete Kurt Kramer machte die Jury darauf aufmerksam, dass der Ort auch für junge Familien attraktiv ist: Die Gemeinde könne kaum genug Kindergartenplätze schaffen, sagte Kramer. Viele junge Leute mit Kindern zögen nach Haine.

In einer Power-Point-Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus stellten die Ortsbeiratsmitglieder vor der Begehung ihr Dorf vor, gaben einen Überblick über die Entwicklung sowie Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen. Für Jung und Alt gebe es unterschiedliche kulturelle Angebote, lautete die Botschaft.

„Unser Dorf hat Zukunft, weil wir eine starke Gemeinschaft haben“, so der Tenor. Die schönen Gärten seien weithin bekannt. Erst im letzten Jahr seien rund 1200 Gäste beim Tag der offenen Gärten in Haine gewesen.

„Stadt kann jeder – Dorf muss man wollen. Und wir wollen es“, betonte Ortsvorsteherin Silvia Hoffmann-Huhn am Ende. „Ich merke, Sie werden hier nicht müde, ihren Ort voranzubringen“, lobte Sigrid Göbel. „Sie können noch heute stolz darauf sein, vor 30 Jahren Bundesgolddorf gewesen zu sein.“

Bei der letzten Wettbewerbsteilnahme in 2008 habe Haine den zweiten Platz belegt, sagte Silvia Hoffmann-Huhn der HNA. Die Bewertung werde nicht einfach werden, sagte Sigrid Göbel beim geselligen Abschluss an der Bleiche. Haine war der letzte Ort, den die Jury begutachtete.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.