Junge Muslime kehrten am frühen Neujahrsmorgen Straßen

Überzeugung und Dankbarkeit: Das ist der Grund, warum Mitglieder der „Ahmadiyya-Muslim-Jammat“-Jugendorganisation jedes Jahr in ihren Wohnorten, wie hier in Allendorf, die Straßen vom Silvestermüll reinigen. Foto:  Arnold

Allendorf-Eder. Wenn am frühen Neujahrsmorgen der eine oder andere Bürger in Allendorf-Eder durch blecherne Geräusche von draußen geweckt wurde, dann wurde vor seinem Haus vermutlich gerade die Straße vom Silvestermüll gereinigt.

Mit Schippen Besen und Müllsäcken waren Mitglieder der lokalen Jugendorganisation der islamischen Gemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ (AMJ) unterwegs, um die Hinterlassenschaften aus der Silvesternacht zu beseitigen.

„Die Reinigungsaktion am ersten Tag jedes Jahres ist ein fester Bestandteil in nahezu allen 260 AMJ-Gemeinden Deutschlands“, erklärte Muneeb Ahmad, der Leiter der örtlichen Jugendorganisation, die die Straßenreinigung hier in Allendorf nun zum dritten Mal durchführte.

Mit dabei war auch der Präsident der regionalen AMJ-Gemeinde Muzzafar Ahmad. „Was wir hier tun, ist ehrenvolle Arbeit, denn der Islam lehrt, dass der Mensch geboren wurde, um Gott und seinen Menschen zu dienen“, erklärte er. „Sich selbst und anderen ohne Gegenleistung mit eigener Hand zu helfen, das gehört zu unserem Glauben“, sagte Muneeb Ahmad. „Es soll aber auch ein Dankeschön an die Gesellschaft sein, die uns hier aufgenommen hat und Religionsfreiheit gewährt, das ist ja bekanntlich nicht überall so.“ (wi)

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