Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allensdorf/Battenberg

Max Viessmann: Region kann Vorbild für Deutschland werden

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Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allendorf/Battenberg im Allendorfer Bürgerhaus: (von links) Karl-Friedrich Frese, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Christian Klein, Heike Klein, Maximilian Viessmann, Pfarrer Oliver Schönfeld, Pfarrerin Ruth Schönfeld, Vera Junghenn und Bürgermeister Claus Junghenn.

Zu lockeren Gesprächen bei Bier und Mineralwasser trafen sich am Mittwoch rund 400 Politiker, Geschäftsleute und Vereinsvertreter beim 15. Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allendorf-Battenberg.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten, welche Ziele haben wir zu Beginn des neuen Jahrzehnts? Diese Frage warf der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn in seiner Eröffnungsrede beim Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allendorf/Battenberg auf. „Sind wir eher aktive Optimisten oder passive Pessimisten?“, fragte Junghenn und leitete damit zum Hauptredner des Abends, Maximilian Viessmann, über. Der Juniorchef des Allendorfer Heiz- und Kältetechnikspezialisten antwortete, er sehe sich als „proaktiven Realisten“.

In einer beeindruckenden Ansprache spannte Max Viessmann einen Bogen vom Klimawandel („Jeder kann seinen Beitrag leisten“) über die Erwärmung der Städte um bereits bis zu drei Grad bis hin zur „Sinnfrage“ der 12 000 Menschen umfassenden Viessmann-Familie. „Wir tragen große Verantwortung für die Region“, sagte der Co-CEO des Allendorfer Unternehmens. Die Firma Viessmann wolle den Menschen nicht nur „die richtige Temperatur“ in ihren Wohn- und Arbeitsräumen anbieten, sondern „Lebensraum schaffen für nachfolgende Generationen“. Der Prozess habe längst begonnen. Allein im letzten Jahr habe die Firma durch geänderte technische Lösungen 680 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Auch die Digitalisierung der Welt sei längst eingeleitet, sagte Max Viessmann. „Unsere Partner wollen mehr als Produkte – sie wollen Lösungen.“ Die Digitalisierung vermindere Kosten für Entfernungen und verbessere den Zugang zu Informationen. Parallel dazu verändere sich das Transportwesen hin zu autonomem Fahren und Paketdienst durch Drohnen.

Maximilian Viessmann hielt eine beeindruckende Rede.

„Früher sind wir in die Städte gezogen, um etwas zu erleben. Das brauchen wir heute nicht mehr“, betonte Max Viessmann. Er verwies auf das Video „Allendorf – kann man mal machen“, das die Standortvorteile der Industriegemeinde aufzählt. „Machen wir unsere Region zum Vorbild für Deutschland!“, schlug Viessmann unter dem Beifall seiner Zuhörer vor. „Wir alle müssen Botschafter für diese Region sein.“

Max Viessmanns Statement für diese Region „hat mir unglaublich gut gefallen“, lobte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er freue sich, dass inzwischen viele junge Leute nach Waldeck-Frankenberg zurückkämen. Mit Investitionen in Schulen, Straßen und schnelles Internet leiste der Landkreis seinen Beitrag dazu.

Den kirchlichen Segen für das neue Jahr übermittelte Pfarrer Oliver Schönfeld. „In der Vielfalt liegt die Kraft“, sagte der Pfarrer und verglich den „bunten Haufen“ der Jünger Jesu mit einer Tüte Gummibärchen.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Bläser-Ensemble „Mountbatten Brass“ unter der Leitung von Peter Becker.

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