Frau wurde unter Auto bei Allendorf (Eder) erst nicht bemerkt

Nach tragischem Unfall: Haltestellen sollen von Bundesstraße ins Dorf

Nach dem tödlichen Unfall: Das Buswartehäuschen an der viel befahrenen B 253, Abzweig Haine. Seit langem besteht der Wunsch, die Bushaltestellen in Richtung Haine zu verlegen. Foto: Hoffmeister

Haine. Die Bushaltestellen sollen von der Bundesstraße in den Ort Haine verlegt werden: Das fordern Politiker nach dem tragischen Unglück, bei dem eine 64-Jährige getötet wurde.

Die Gefahr, die von den beiden direkt an der viel befahrenen Bundesstraße 253 liegenden Bushaltestellen im Kreis Waldeck-Frankenberg ausgeht, ist seit langem bekannt. Das stellte sich nach dem tragischen Verkehrsunfall heraus, bei dem am Mittwoch eine 64-jährige Frau getötet worden war. Die Frau war von einem Auto überfahren worden. Der Fahrer des VW Golf wiederum musste ausweichen, weil ihm ein aus Haine kommender Pkw-Fahrer nach Polizeiangaben die Vorfahrt genommen hatte.

Eltern aus Haine laufen seit Jahren dagegen Sturm, dass ihre Kinder die viel befahrenen Bundesstraße überqueren müssen, um in den Schulbus ein- oder aus dem Bus wieder auszusteigen. Zusätzliche Gefahr geht von den Abzweigen nach Birkenbringhausen und Haine aus. Im Bereich des Abzweiges gilt Tempo 80.

Der Zustand sei „nicht tragbar“, betonte BLO-Politiker Mario Maurer (Haine) am Abend nach dem tödlichen Unfall im Gemeindeparlament. Er forderte die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Claus Junghenn auf, auf den Nordhessischen Verkehrsverbund einzuwirken mit dem Ziel, dass die direkt an der Bundesstraße liegenden Bushaltestellen nicht mehr angefahren werden. Ziel müsse es sein, die Bushaltestellen in den Ort Haine zu verlegen.

„Da rennst du bei uns offene Türen ein“, antwortete der Bürgermeister. Gemeindevorstandsmitglied Stefan Huhn (Haine) habe bereits mehrfach auf die Unfallgefahr hingewiesen und gefragt, ob die Haltestellen direkt an der Bundesstraße wirklich nötig seien. Für Grundschüler führen die Busse bereits ins Dorf. „Das Gefährdungspotenzial ist einfach da“, räumte Junghenn ein. Es gebe bereits umfangreichen Schriftverkehr mit den zuständigen Stellen. „Lasst uns gemeinsam versuchen, die Haltestellen da wegzubekommen“, schloss der Bürgermeister.

Tödlicher Unfall an Bushaltestelle in Haine

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