Neue Kindertagesstätte in Rennertehausen eingeweiht

Keinen symbolischen Schlüssel, sondern ein Rutschauto mit Schleife haben die beiden Architekten Dieter Wolf (links) Bernd Brust zur Einweihung der rund 2,5 Millionen Euro teuren Kindertagesstätte Rennertehausen an Leiterin Ulrike Amend übergeben. Rechts Bürgermeister Claus Junghenn. Foto: Hoffmeister

Rennertehausen. 2,5 Millionen Euro hat die neue Kindertagesstätte Rennertehausen gekostet. Am Freitag wurde die Einrichtung eingeweiht. Mit dabei ist ein Raum der Begegnung für alle Generationen.

Es habe mehr Zeit gebraucht, aber am Ende sei man „zu einem guten Ergebnis gekommen“. Das sagte Bürgermeister Claus Junghenn am Freitagnachmittag in seiner Ansprache zur Eröffnung der neuen Kindertagesstätte Rennertehausen. „Für die Kinder ist es sicher toll in diesem neuen Kindergarten“, sagte Junghenn. Für das Team der Erzieherinnen und Erzieher seien die Platzverhältnisse viel besser. „Die Gemeinde Allendorf ist stolz, diesen Kindergarten finanziert zu haben“, so der Bürgermeister. Auf 2,5 Millionen Euro liefen die Kosten am Ende wohl hinaus.

Aus einem Investitionsprogramm des Landes für die Schaffung von U 3-Plätzen habe die Gemeinde 150 000 Euro erhalten, vom Landkreis 330 000 Euro und von der evangelischen Kirche Hessen-Nassau 100 000 Euro für ein Mehrgenerationen-Modell.

Das ist die große Besonderheit der neuen Rennertehäuser Kindertagesstätte: Entstanden ist nicht nur ein Ganztags-Angebot für 75 Kinder in drei Gruppen mit einer Krippengruppe für 22 Kinder unter drei Jahren. Im „Raum der Begegnung“ soll sich künftig das ganze Dorf treffen können; beispielsweise der Seniorenkreis. An diesen Generationen-übergreifenden Gedanken erinnerte Pfarrer Claus Becker für die Kirchengemeinde Battenfeld, die Träger der Einrichtung ist.

Frische Farben, interessante Architektur: Das zeichnet die neue Kindertagesstätte in Rennertehausen aus.

Mit der Geburt eines Kindes verglich Kita-Leiterin Ulrike Amend die Entstehung der neuen Räume. Die während der Bauzeit aufgetretenen Komplikationen durch Kondensatbildung unter der Decke und die dadurch verursachte Zeitverzögerung sparte Amend nicht aus: „Alles, was krank war, musste raus.“ Die Geburt sei nicht einfach gewesen. „Es hat vom 27. Mai bis zum 3. Juni gedauert, bis du endlich auf der Welt warst“, sagte die Kita-Leiterin und meinte damit den Umzug der einzelnen Gruppen. Noch laufe nicht alles problemlos. „Manchmal schreist du und wir wissen nicht, was du hast. Ich sage nur: Rauchmelder“, erklärte die Kita-Leiterin.

Herzlich bedankte sich Ulrike Amend bei den Architekten Dieter Wolf und Bernd Brust vom Büro „bauart“, bei Ortsvorsteher Erich Clemens, der fast täglich auf der Baustelle war, und nicht zuletzt bei Bürgermeister Junghenn, dem sie ein Fotoalbum mit Bildern aus der Bauzeit überreichte: „Denn du bist ja der Papa.“

Architekt Bernd Brust erinnerte mit zahlreichen Fotos an die Entstehung der neuen Kindertagesstätte. Brust lobte das Interesse der „Kleinen Strolche“, die jede Woche auf der Baustelle vorbeigeschaut und viele Fragen gestellt hätten.

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