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Scholz bei Viessmann: Selfies mit dem Bundeskanzler

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Von: Jörg Paulus

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Kanzler Olaf Scholz ließ sich vor dem Firmenrundgang von Mitarbeitern für Selfies fotografieren
Bitte lächeln: Kanzler Olaf Scholz ließ sich vor dem Firmenrundgang von Mitarbeitern für Selfies fotografieren. © Nadine Weigel/dpa

Seitdem Angela Merkel vor fünf Jahren das Entwicklungszentrum Technikum in Allendorf eingeweiht hat, hat die Firma Viessmann Erfahrung mit dem Besuch von Bundeskanzlern. Das merkte man am Dienstag beim Besuch von Olaf Scholz. Die Viessmänner überließen nichts dem Zufall.

Allendorf-Eder - Als der Bundeskanzler am Dienstagnachmittag, 9. August, um kurz vor vier auf dem Viessmann-Vorplatz in Allendorf-Eder aus dem Wagen stieg, begrüßten ihn rund 150 Mitarbeiter mit frenetischem Applaus. Und nach der Handschlag-Begrüßung durch Max und Martin Viessmann nahm sich Scholz fünf Minuten Zeit, auch einigen Mitarbeitern die Hand zu geben und sich für Selfies fotografieren zu lassen.

„Herzlich willkommen, Herr Bundeskanzler“, stand auf einem Schriftzug an der Hauswand. „Das ist für uns jeden Morgen so“, scherzte Maximilian Viessmann über die begeisternde Begrüßung durch die Mitarbeiter.

Danach folgte das offizielle Begrüßungsfoto vor einem Energiewende-Slogan. Auch für ein Erinnerungsfoto heimischer Politiker mit dem Kanzler blieb Zeit – mit dabei waren unter anderem Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn und Landrat Jürgen van der Horst sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Region.

Rund 40 Journalisten von Print, Radio und Fernsehen

Die anschließende Führung des Kanzlers durch die Firma war minutiös geplant. An ausgewählten Stationen war – wie damals bei Merkel – Gelegenheit für Pressefotos und Fernsehaufnahmen. Weil es einige Sicherheitsvorgaben durch das Bundeskanzleramt gab, durften nicht alle der rund 40 Journalisten bei allen Stationen des gut zweistündigen Rundgangs dabei sein. Dass es überhaupt so viele Journalisten auch von überregionalen Print- und TV-Medien waren, dürfte an den aktuellen Themen Energiekrise und Klimawandel liegen.

Zur Inszenierung gehörte auch, dass Olaf Scholz ein wenig mitarbeiten durfte: In der Fertigung zog sich der Kanzler Handschuhe über und drehte eine Schraube in die Inneneinheit einer Wärmepumpe. „War gar nicht schwer“, sagte er und bedankte sich bei Vorarbeiterin Anna Wellnowski, die ihm gezeigt hatte, was zu tun ist.

Wärmepumpe als Erinnerungsgeschenk

Die Botschaft, die das Unternehmen Viessmann Bundeskanzler Olaf Scholz mit auf den Heimweg nach Berlin geben wollte, wurde an vielen Stellen seines Besuchs sichtbar: Vor dem Schriftzug „Wir sind die Möglichmacher:innen der Energiewende“ begann die Führung durch das Unternehmen, mit einem Abschlussfoto mit Auszubildenden und riesigen Buchstaben des Wortes Energiewende endete sie nach zwei Stunden.

Abschlussfoto mit Viessmann-Azubis: (vorne von links) Maximilian Viessmann, Prof. Dr. Martin Viessmann, Bundeskanzler Olaf Scholz und Ausbildungsleiterin Vanessa Ante.
Abschlussfoto mit Viessmann-Azubis: (vorne von links) Maximilian Viessmann, Prof. Dr. Martin Viessmann, Bundeskanzler Olaf Scholz und Ausbildungsleiterin Vanessa Ante. © Jörg Paulus

Die Außeneinheit einer Wärmepumpe – das Gerät, das außerhalb des Hauses installiert wird – gab es am Ende als Minimodell für den Kanzler. „Als kleine Erinnerung im reisegerechten Format“, sagte Maximilian Viessmann. Das Geschenk überreichten Ausbildungsleiterin Vanessa Ante und Auszubildender Lukas Dickel, ehe sich einige Azubis mit dem Schriftzug Energiewende zum Abschlussfoto mit dem Kanzler aufstellten.

Äußerlich betrachtet, lief der Kanzler-Besuch reibungslos. Für die Sicherheit sorgten drinnen und draußen einige Personenschützer und etliche Polizisten. Ein einsamer Rufer mit einem Plakat „Grundrechte sind nicht verhandelbar“ auf der anderen Straßenseite erhielt kaum Aufmerksamkeit.  

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