Viel Lob und viel Dank der Teilnehmer

Impftage gegen Corona – So lief es in Allendorf/Eder

Kleiner Piks mit großer Wirkung: Dr. Stephan Waßmuth bei der Impfaktion gegen Corona am vergangenen Samstag im Bürgerhaus in Allendorf/Eder.
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Kleiner Piks mit großer Wirkung: Dr. Stephan Waßmuth bei der Impfaktion gegen Corona am vergangenen Samstag im Bürgerhaus in Allendorf/Eder.

Um die Impfkampagne gegen das Coronavirus zu unterstützen, finden in einigen Städten und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg Impftage statt, die die Kommunen zusammen mit den Hausärzten vor Ort und dem Kreis organisieren. Am Samstag wurde neben Gemünden zum Beispiel auch in Allendorf/Eder geimpft.

Allendorf/Eder – Keine langen Warteschlangen, kein stundenlanges Anstehen in Regen und Kälte, stattdessen ein reibungsloser Ablauf an der Anmeldung und in den beiden Impfkabinen: Zwischen 8 und 16 Uhr sind am Samstag rund 220 Menschen aus den Gemeinden Allendorf und Bromskirchen in Allendorfs Bürgerhaus gegen Corona geimpft worden. 90 Prozent von ihnen nahmen die Booster-Impfung in Anspruch.

Nur rund zehn Prozent nahmen den „kleinen Piks mit der großen Wirkung“ – so der Battenberger Arzt Dr. Michael Waßmuth – zum ersten Mal in Anspruch. „Durch die Impfung kann man sich und andere gegen das Coronavirus schützen“, machte Waßmuth deutlich. Zu der Impfaktion hatte die Gemeinde Allendorf/Eder per Brief insgesamt 728 Menschen ab 75 Jahre aus Allendorf und Bromskirchen eingeladen.

„Auf die Anschreiben hatten sich 450 Personen gar nicht gemeldet, rund 100 teilten mit, dass sie bereits geboostert worden seien“, informierte Sandra Kotyza von der Gemeindeverwaltung in Allendorf. Auch Mitglieder der Feuerwehren und Mitarbeiter der örtlichen Kindergärten konnten sich impfen lassen.

„Möglich wurde die Aktion durch die Mithilfe der beiden heimischen Ärzte Michael Waßmuth (65) und Stephan Waßmuth (34) und auch durch die Unterstützung des Landkreises“, berichtete Kotyza. Die komplette Organisation habe die Gemeinde Allendorf/Eder übernommen. In den acht Stunden waren neben den beiden Ärzten noch sieben Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und eine Arzthelferin im Einsatz.

Im Bürgerhaus stand für die Impfwilligen sogar mehr Impfstoff zur Verfügung, als letztendlich benötigt wurde. „Die Restbestände wurden an den Landkreis zurückgegeben“, berichtete Dr. Michael Waßmuth. Pro Stunde seien etwa 30 Personen geimpft worden. Das Impfen selbst nahm die wenigste Zeit in Anspruch. Der Verwaltungsaufwand mit „viel Papierkram“ war dagegen weit größer. Wer sich für die Impfung angemeldet hatte, nahm den Termin auch wahr.

Für die Gemeinde Allendorf gab es von den Impfwilligen ausschließlich viel Lob und viele Dankesworte: „Eine sehr gute Aktion“, sagte beispielsweise der Allendorfer Gerhard Specht. Der 81-Jährige weiß, wovon er spricht – im Sommer war er selbst an Corona erkrankt. „Ich lag vier Wochen auf der Intensivstation. Ich weiß, was bei einer Corona-Infektion auf einen zukommt“, riet er allen Ungeimpften, sich impfen zu lassen. Auch Gerhard Specht und Ehefrau Gerda (78) ließen sich „boostern“.

Über die ortsnahe Impfmöglichkeit freute sich auch Elisabeth Landau (72) aus Haine: „Zur ersten Impfung im Sommer musste ich ins Impfzentrum nach Korbach fahren. Das lief jetzt in Allendorf einfacher ab, für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator auch barrierefrei.“  

Gemünden: „Leider nur 14 Erstimpfungen“

Einen offenen Impftag ohne vorherige Terminvergabe bot die Gemeinschaftspraxis Dr. Uffelmann/Stenner/Berg/Koch am vergangenen Samstag in Gemünden an.

Dr. Frank Uffelmann berichtete auf Nachfrage davon, dass „dabei leider nur 14 Erstimpfungen waren. Die Hoffnung, dass sich durch das offene Impfen mehr Nichtgeimpfte trauen, hat sich somit nicht bestätigt“. Insgesamt wurden 280 Impfungen verabreicht, „davon die meisten Booster und wenige Zweitimpfungen“. Das Impfen zwischen 9 und 13 Uhr sei von seinen Medizinischen Fachangestellten „perfekt organisiert worden, so dass kaum Wartezeiten oder längere Schlangen entstanden“.

Die Stadt Gemünden hatte wieder die Sport- und Kulturhalle zur Verfügung gestellt und mit Stühlen, Tischen und anderen Gegenständen ausgerüstet. Dr. Frank Uffelmann: „Wir werden weiterhin ein bis zwei Impftage mit Terminvergabe pro Woche anbieten.“

Weitere Impftage

Folgende Städte und Gemeinden haben Impftage angekündigt, für die man sich bei der jeweiligen Kommune anmelden muss:

Frankenau: 11. Dezember Kellerwaldhalle

Lichtenfels: 11. Dezember Mehrzweckhalle Goddelsheim

Hatzfeld: 14. Dezember Bürgerhaus.

Haina: 15. Dezember DGH Haina.

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