Viessmann wird 100 Jahre alt

Viessmann-App: "Lagerfeuer" für Mitarbeiter

Präsentieren die Viessmann-Mitarbeiter-App „Vi2go“: Albrecht von Truchseß (links) und Carsten Lucaßen aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens. Foto: Hoffmeister

Der Heiz- und Kühltechnikhersteller Viessmann wird 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass stellt die HNA das Unternehmen vor. Heute geht es um die Mitarbeiter-App "Vi2go".

Wie erreicht man möglichst viele Mitarbeiter? - Mit seiner App „Vi2go“ ist das Unternehmen Viessmann sehr fortschrittlich unterwegs. Eineinhalb Jahre nach dem Start gibt es laut Albrecht von Truchseß, Leiter der Unternehmenskommunikation, „7000 aktive Nutzer“ und jeden Tag etwa 4000 Zugriffe auf das Programm, das sich die Viessmann-Mitarbeiter auf ihr privates Smartphone oder Tablet laden können - aber keineswegs müssen.

„Etwa die Hälfte der 4400 Mitarbeiter in Allendorf nutzt unsere App“, sagt Carsten Lucaßen, Leiter Digitale Kommunikationsprojekte. In Deutschland nutzten rund 90 Prozent der Beschäftigten die App.

Drei- bis vier Mal im Jahr erscheint das Hochglanz-Magazin „Aktuell“ mit einer Auflage von 85.000 Exemplaren. „Eine solche Zeitschrift lesen aber nur ein Bruchteil der Mitarbeiter“, sagt Albrecht von Truchseß. Hinzu komme, dass die Informationen oft schon drei oder vier Monate alt sind, wenn sie gedruckt erscheinen. „Mit der App erreichen wir eine Demokratisierung des Wissens. Keine einseitige Information, sondern eine Kommunikation in Echtzeit“, schwärmt von Truchseß.

Bei den ersten Überlegungen habe man an einen „News-Service“ gedacht, blickt Carsten Lucaßen zurück. Bei einer Analyse der Mitarbeiter-Interessen stellte sich dann jedoch erstaunlicherweise her-aus, dass der Kantinenplan an erster Stelle steht, dicht gefolgt von der internen Stellenbörse. So war den Machern der App schnell klar, dass es neben einem „Newskanal“ auch ein breites Service-Angebot und ein „schwarzes Brett“ geben muss, auf dem beispielsweise Mitfahrgelegenheiten, gebrauchte Winterreifen oder verlorene Schlüssel kommuniziert werden können.

„Das ging alles ziemlich schnell“, berichtet Albrecht von Truchseß über die Entstehungsgeschichte. Im November 2015 gab es erste Gespräche mit Marketing, Betriebsrat, IT-Bereich und Datenschutzbeauftragten. Im Dezember 2015 wurde ein „Prototyp“ vorgestellt, zum 1. Februar war die App im Netz.

„Mit der App erreichen wir eine Demokratisierung des Wissens.“

„Wir setzen sehr gezielt Push-Nachrichten ein“, sagt Carsten Lucaßen. Push-Nachrichten machen sich auf Smartphones wie eine Kurznachricht (sms) bemerkbar.

„Als Prof. Dr. Viessmann die Power-to-Gas-Anlage einweihte und auf den Knopf drückte, wussten das über 2000 Leute innerhalb von 20 Minuten.“

Die schnelle Information aufs Handy „bringt ein ganz anderes Gefühl der Wertschätzung für die Mitarbeiter“, versichert Albrecht von Truchseß. So hätten die rund 4400 Beschäftigten in Allendorf auch den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel quasi live miterlebt.

„Die App soll eine Art Lagerfeuer sein, an dem sich die Mitarbeiter täglich treffen“, erklärt Lucaßen. Allerdings sind die Informationen nur für Viessmann-Mitarbeiter zugänglich. Für „Externe“ gibt es eine abgespeckte Version im Internet.

Stichwort:

Der Name der App „Vi2go“ besteht aus der Viessmann-Artikelbezeichnung „Vito“ und einem Produkt zum Mitnehmen, englisch „to go“.

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