Bilanz 2020 des Allendorfer Familienunternehmens

Viessmann steigert Umsatz um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro

Das Unternehmen Viessmann in Allendorf/Eder: Im Vordergrund das Warenverteilzentrum.
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Das Unternehmen Viessmann in Allendorf/Eder: Im Vordergrund das Warenverteilzentrum.

Trotz der Corona-Pandemie ist das Allendorfer Familienunternehmen Viessmann – Anbieter von Energie- und Klimalösungen – weiter auf Wachstumskurs.

Allendorf (Eder) ‒ Im Geschäftsjahr 2020 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 6 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,65 Milliarden Euro). Die Zahl der weltweit tätigen Viessmann-Mitarbeiter wuchs um 450 auf 12.750.

„Wir haben in einem Krisenjahr gemeinsam und geschlossen gezeigt, wer wir sind“, sagte Juniorchef (Co-CEO) Maximilian Viessmann am Montag bei der Bilanz-Pressekonferenz. „Ich bin unendlich dankbar für den Teamgeist, die Solidarität und die Verantwortungsübernahme der gesamten Mannschaft.“

Maximilian Viessmann, Co-CEO

Neben der Produktion von Heiz- und Kühlgeräten wurden während der Corona-Pandemie zeitweise auch mobile Beatmungsgeräte und Versorgungsstationen, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel hergestellt. In Kooperation mit der Universität Aachen wurden bei Viessmann Luftreinigungsgeräte entwickelt, die Klassenzimmer in Schulen dauerhaft mit Frischluft versorgen. Zudem hat die Stiftung des Unternehmens mehr als 80 Schulen entweder mit Lüftungslösungen, Laptops, Computern, Monitoren, Desinfektionsmittel oder Masken unterstützt, damit sie ihren Unterricht für Schülerinnen und Schüler aufrecht erhalten können.

120 Millionen Euro investiert

Trotz der Krise hat Viessmann mehr als 120 Millionen Euro in die eigene Zukunft investiert. Hierzu zählen der Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei wasserstofffähigen Wärmeerzeuger und Brennstoffzellen sowie ganzheitliche Lösungen für rein elektrisch versorgte Häuser inklusive digitalem Energiemanagement. In Dresden wird ein neues Entwicklungszentrums für Wärmepumpen aufgebaut.

Der Rekordumsatz von 2,8 Milliarden Euro wurden laut Finanzvorstand Dr. Ulrich Hüllmann maßgeblich durch Klimalösungen auf Basis erneuerbarer Energien sowie digitale Produkte generiert. Das größte Umsatzplus habe Viessmann auf dem deutschen Markt erreicht. Positive Wachstumsimpulse gab es laut Hüllmann aber auch in Polen, Österreich, Belgien, Italien, der Türkei und der Schweiz.

Neue Märkte erschließen

Zur Erschließung neuer Märkte hat sich Viessmann im abgelaufenen Geschäftsjahr an ThermoWise beteiligt, einem südafrikanischen Wärmepumpen-Spezialisten. ThermoWise ist spezialisiert auf Großprojekte im Bereich Krankenhäuser, Einkaufszentren, Hotels und Wohnkomplexe. Die Partnerschaft soll den Grundstein legen für einen Eintritt des Unternehmens Viessmann in stark wachsende Märkte in Afrika.

Finanzchef Dr. Ulrich Hüllmann hofft, dass sich die positive Geschäftsentwicklung des Jahres 2020 im laufenden Jahr fortsetzt. In den beiden ersten Monaten habe es bereits Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich gegeben.

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