Viessmann-Umsatz steigt auf 2,2 Milliarden Euro

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Bilanz-Pressekonferenz des Heiztechnik-Herstellers Viessmann in Frankfurt: v.l. Verwaltungsratsmitglied Joachim Jansen, Firmenchef Prof. Dr. Martin Viessmann und der Leiter der Unternehmenskommunikation, Manfred Greis.

Allendorf-Eder/Frankfurt. Einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro hat die Unternehmensgruppe Viessmann 2014 erwirtschaftet. Das entspricht einer Steigerung von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Das Umsatzziel haben wir zwar verfehlt, aber unsere Marktposition weiter verbessert“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Prof. Dr. Martin Viessmann bei der Bilanz-Pressekonferenz des heimischen Heiztechnik-Herstellers anlässlich der Fachmesse ISH Energy in Frankfurt.

Die Zahl der Beschäftigten des Unternehmens ist auf 11.500 gewachsen – darunter sind 4300 Frauen und Männer am Standort Allendorf-Eder.

Erneut kritisierte Prof. Dr. Martin Viessmann den „Modernisierungsstau“. Heizungen würden im Schnitt nur alle 25 Jahre erneuert. Mit Heiztechnik auf dem heutigen Stand der Technik könnte man jährlich 13 Prozent Energie einsparen „und damit die Lücke schließen, die durch das Abschalten der Atomkraftwerke entstanden ist“, sagte Viessmann. Anders ausgedrückt: „Das ist mehr als die Menge Erdgas, die wir jährlich aus Russland beziehen.“

„Die Stromwende stockt“, sagte Viessmann. Es seien „immense Kapazitäten an Windparks und Fotovoltaikanlagen geschaffen worden. „Aber es gibt kaum Möglichkeiten, überschüssigen Strom zu speichern.“

Eine Möglichkeit stellte Viessmann mit dem Projekt „Power to Gas“ vor. Dabei wird Strom aus Erneuerbaren Energien über Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Daraus gewinnt man durch Zugabe von Kohlendioxid synthetisches Methan, das in das vorhandene Gasnetz eingespeist und energetisch genutzt werden kann. Eine solche Anlage wurde kürzlich in Allendorf in Betrieb genommen.

Große Hoffnungen setzt Viessmann auch auf das weltweit erste Öl-Hybridgerät in kompakter Form und Konzepte zur Eigenstrom-Erzeugung.

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