Übergangslösungen werden geprüft

Zu wenig Platz für Kinder in Battenfeld - Verwaltung will Eltern helfen

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Battenfeld. Ab dem Sommer werden in der Kindertagesstätte Battenfeld 12 bis 13 Plätze fehlen, in erster Linie für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Darauf hat die CDU-Fraktion im Allendorfer Gemeindeparlament aufmerksam gemacht und die Verwaltung gebeten, den Einsatz mobiler Mietgebäude für die Kita Battenfeld zu prüfen.

„Wir sprechen regelmäßig mit den Trägern und den Leiterinnen der Kindertagesstätten“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Deshalb sei das Problem bereits seit November bekannt gewesen. Mit Verweis auf das neue Baugebiet in Battenfeld und die Erweiterung des Baugebietes Homberg hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Hofmann Handlungsbedarf gesehen. Da ein An- bzw. Neubau bis zum Sommer nicht zu realisieren sei, hatte Hofmann gefordert, den Einsatz mobiler Mietcontainer zu prüfen.

Die Verwaltung hatte laut Bürgermeister Junghenn bereits einen Architekten beauftragt, die Kosten für einen Neubau sowie einen Mietcontainer zu ermitteln. „Das Ergebnis lag mir schon vor, als der Antrag kam“, sagte Claus Junghenn im Parlament. „Von den Kosten tut sich das nicht viel.“ Das größere Problem sei der zeitliche Vorlauf. Selbstverständlich wolle man alles versuchen, um den betroffenen Eltern zu helfen und deren Kinder zu betreuen.

Die Verwaltung prüfe Möglichkeiten, „wo zumindest übergangsweise eine Krippengruppe eingerichtet werden kann“, sagte der Bürgermeister. An das Gemeindehaus in Battenfeld denke man dabei ebenso wie an den bisherigen Ruheraum in der neuen Kita Rennertehausen und das Pfarrhaus in Battenfeld. „Zunächst müssen wir mit dem Kirchenvorstand sprechen“, sagte Junghenn.

Eine bauliche Erweiterung des Kindergartens Battenfeld sei zwar denkbar. „Aber baulich kriegen wir das kaum bis zum Sommer hin“, so der Bürgermeister. Trotz der aktuell großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass es noch „vor fünf oder acht Jahren“ rückläufige Kinderzahlen gegeben habe. Wenn man jetzt erweitere, stünden die neuen Räume möglicherweise bald wieder leer. „Es scheint auf eine Übergangslösung hinaus zu laufen“, sagte Claus Junghenn.

„Können wir das denn personell stemmen?“, fragte Jürgen Hoffmann (CDU). Diesbezüglich sieht der Bürgermeister keine Probleme. Entweder könne man zusätzliches Personal einstellen oder die Stundenzahl der aktuellen Erzieherinnen erhöhen, antwortete Claus Junghenn.

Da die Verwaltung bereits tätig geworden ist, zog Dirk Hofmann den Prüfauftrag seiner Fraktion zurück.

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