Eröffnung Ende November geplant

Anbau für Kindergarten in Willingen steht kurz vor der Vollendung

Neuen Platz bietet der Anbau an den Kindergarten Willingen, den Marc Honekamp, Hermann Bäringhausen, Oliver Emde, Silke Witzel, Friedrich Koch, Dominic Stremme, Manfred Stremme, Detlef Ückert und Annette Pöttner (von links) inspizierten.
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Neuen Platz bietet der Anbau, den Marc Honekamp, Hermann Bäringhausen, Oliver Emde, Silke Witzel, Friedrich Koch, Dominic Stremme, Manfred Stremme, Detlef Ückert und Annette Pöttner (von links) inspizierten.

Noch ist er eine Baustelle, aber Ende November soll der Anbau an den Willinger Kindergarten fertig sein: Bis zu 25 Kinder von zwei bis sechs Jahren sollen im neuen Gruppenraum Platz finden.

Willingen – Das wäre mehr als die Hälfte der Warteliste, erklärte Kita-Leiterin Silke Witzel bei einem Besuch des Gemeindevorstands, der sich über das Bauvorhaben informierte.

Auch ein Schlafraum gehört dazu, ebenso wie ein Personalraum, der dem Kindergarten bislang fehlte, erläuterte Architekt Dominic Stremme. Zudem entstehe eine behindertengerechte Toilette als Option für Kinder wie Erzieherinnen. Der Kostenrahmen von 330 000 Euro werde eingehalten. Der Löwenanteil stammt dabei aus dem Kinderinvestitionsprogramm des Bundes. Auch der Landkreis, die Gemeinde und die Kirche als Trägerin des Kindergartens tragen Anteile.

Dass das zeitliche Ziel, den Anbau Anfang September zu öffnen, nicht geglückt ist, liege an der Pandemie: Manche Gewerke bekamen kein Material, manchmal konnten ganze Bautrupps nicht antreten, weil sich ein Mitglied in Quarantäne begeben musste. Es sei ökologisch und CO2-Neutral gebaut worden.

Vor 15 Jahren habe die Gemeinde wegen der geburtenschwachen Jahrgänge noch erwägt, Kapazitäten bei den Kindergärten zu streichen, erklärte der Erste Beigeordnete Manfred Stremme (CDU). Nun befinde sie sich immer wieder in der Situation, neuen Raum schaffen zu müssen, weil die Betreuungszeiten ausgeweitet wurde und schon jüngere Kinder in die Kita gehen.

In Willingen ist es schon die dritte Erweiterung: Vor acht Jahren sei eine alte Wohnung miteingezogen worden, vor fünf Jahren wurde ein erstes Mal angebaut. „Das Grundstück hat jetzt seine Grenze erreicht – die Kinder brauchen draußen Platz“, befand Manfred Stremme.

Mit den Kindergarten-Beiträgen der Eltern ist der Bereich im Haushalt noch nicht gedeckt, rief der Stellvertreter des Bürgermeisters in Erinnerung: Insgesamt sind rund 1,3 Millionen Euro im Haushalt eingestellt. Ein Faktor dabei ist das Programm „Kita Plus“ mit Betreuungszeiten zwischen 6 und 21 Uhr, sonntags bis 14 Uhr. Das helfe Mitarbeitern in der Gastronomie und ziehe junge Familien nach Willingen, sagte Manfred Stremme. (Wilhelm Figge)

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