1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Nach Unfall bei Willingen: Anklage wegen Mordversuchs

Erstellt:

Kommentare

Schwerer Unfall am 7. März dieses Jahres zwischen Willingen und Brilon-Wald: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Verursacher, ein heute 53-jähriger Mann, sein Auto absichtlich in den Gegenverkehr gesteuert hat und hat ihn wegen Mordversuchs angeklagt.
Schwerer Unfall am 7. März dieses Jahres zwischen Willingen und Brilon-Wald: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Verursacher, ein heute 53-jähriger Mann, sein Auto absichtlich in den Gegenverkehr gesteuert hat und hat ihn wegen Mordversuchs angeklagt. © Joachim Aue/Westfalenpost

„Die ganze Straße ist ein Trümmerfeld!“ Das sagte ein Sprecher der Leitstelle der Polizei an 7. März dieses Jahres, als die Bundesstraße zwischen Willingen und Brilon-Wald wegen eines schweren Unfalls für Stunden gesperrt werden musste.

Willingen/Brilon-Wald – Der Zusammenstoß zweier Pkw damals war jedoch kein herkömmlicher Crash. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg geht davon aus: Das war versuchter Mord.

Die Prozesstermine stehen jetzt fest: Ab Donnerstag, 11. August, muss sich ein heute 53-jähriger Mann vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichts Arnsberg verantworten. An jenem 7. März diesen Jahres soll der Mann versucht haben, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau, seinen Sohn und den neuen Lebensgefährten der Frau zu töten.

Gegen 17.10 Uhr soll der Mann mit seinem Auto auf der Bundesstraße 251 in Richtung Willingen gefahren sein. Dort kamen ihm seine Frau, der Sohn und der neue Partner der Frau in einem Wagen entgegen. Der Angeklagte soll dann sein Fahrzeug in den Gegenverkehr gesteuert haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er dies mit Absicht getan hat, um die ahnungslosen Insassen zu töten. Die Frau konnte noch ein Ausweichmanöver nach rechts durchführen. sodass die Autos nicht frontal zusammenstießen. Das Fahrzeug des 53-Jährigen rammte den Pkw der Geschädigten auf der Fahrerseite. Alle Beteiligten erlitten erhebliche Verletzungen.

Das Gericht hat für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt. „Ob alle Termine benötigt werden, muss sich zeigen. Es wird aber gern mit einem zeitlichen Puffer geplant, weil einige Sachverständige zu Wort kommen werden“, so Gerichtssprecherin Leonie Maaß. Dass der Fall zügig zur Anklage kommt, liegt auch daran, dass der 53-Jährige in Untersuchungshaft sitzt und der Prozess dann in der Regel binnen sechs Monaten starten muss.

Von Thomas Winterberg

Auch interessant

Kommentare